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Wir ereichen Helsinki!

Dienstag, 5. Juni

 

Pünktlich um 09:00h morgens erreichen wir unser Ziel. Wir laufen in den Hafen von Helsinki ein, freuen uns schon auf unser Wohnmobil  (die Nacht war etwas unruhig, viel Wellengang) und sind doch (nach einer Gruppe von Radfahrern) die Ersten, die vom Geleitfahrzeug zum Zoll /  zur Passkontrolle geführt werden. Niemand hält uns an, niemand möchte unseren Ausweis sehen und deshalb stehen wir nach weiteren fünf Kilometern auf dem 5* "Camping Rastila".

 

Jetzt also erst einmal etwas Schlaf nachholen und später mit dem Roller Helsinki erkunden.

Am frühen Nachmittag dann der Aufbruch zur ersten Stadterkundung. Der Roller wird startklar gemacht und die wenigen Km zum Zentrum sind rasch bewältigt. Im Dumant Reiseführer ist die Rede vom "Bauch der Stadt", gemeint ist der Marktplatz am Hafen, "Kauppatori".  Hier stellen wir den Roller ab und spazieren entlang der Buden. Obst und Gemüse, heimische kulinarische Köstlichkeiten und natürlich Souvenirs sind hier zu erhalten.  Nur wenige Schritte sind es zum Senatsplatz mit dem Bronzestandbild  des Zaren Alexander II.  im Mittelpunkt. Oberhalb des Senatsplatzes thront ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, die lutherische Domkirche. Der Reiseführer schreibt, sie sei das meist fotografierte Gebäude des Landes.  Gegenüber des Domes lädt die Staatsbibliothek zum Bewundern ein! Eine Bibliothek, wie man sie aus zahlreichen historischen Filmen zu kennen scheint.

Zurück zum Marktplatz, einmal durch die Markthallen, wo sich Christina für ein leckeres Eis entscheidet,  schlendern. Und dann, draußen am Hafen passiert es:  der ÜBERFALL!  Von hinten kommend, im Sturzflug, schlägt eine gierige Möwe Christina das Eis aus der Hand!  Naja ... ein leichter Schock, aber davon geht die Welt nicht unter.  Also weiter zum nächsten Ziel, der größten russisch-orthodoxen Kirche Nordeuropas, der Upenski-Kathedrale.    

Nieselregen setzt ein, der eh schon starke Wind wird noch stärker und kälter, also beschließen wir, zum Womo zurückzukehren. Die Heizung leistet gute Dienste und der Abend klingt mit Spaghetti Bolognese und einem Glas Rotwein aus.

Mittwoch, 6. Juni,                   Helsinki,  Tag 2

 

 

Nachdem wir gestern eine "grobe"  Stadterkundung vorgenommen haben, erfolgt heute das "Abarbeiten" der Sehenswürdigleiten, der Highlights von Helsinki.

Gegen 11:00h sind wir startklar, gefrühstückt, abgewaschen, den Reiseführer eingepackt und den Roller Richtung Domkirche programmiert.  Warum wieder die Domkirche?  Dort waren wir doch gestern schon. Naja,  Christina war aufmerksam und hat festgestellt, dass heute um 12:00h die Probe für ein Orgelkonzert stattfindet. Welch ein imposanter, emotionaler Start in den Tag bei Ruhe und Andacht in der Kirche.  Denn draußen, auf dem Senatsplatz, tummeln sich die Reisebusse, drängeln sich die Reisegruppen  (vor allem aus dem asiatischen Raum - zu erkennen an den unzählichen Selfie-Sticks).

 

Nach dem Konzert noch einige Bilder von der Bronzestatue Alexanders II., bevor wir entlang des Regierungspalastes, dann erneut über den Marktplatz und anschließend über  die Flaniermeile "Esplanade" spazieren.

Der Roller bringt uns weiter zu dem nur 1 km entfernten Hauptbahnhof der Stadt.  Einer der größten Kopfbahnhöfe Europas soll ein archtektonisches Kleinod sein, mit dem Eingangsportal und den Türornamenten.

Weiter geht die Besichtigungstour - zu Skandinaviens ältestem und größtem Kaufhaus, "Stockmann". Es kann sich durchaus messen mit "Harrods" in London oder "La Fayette" in Paris.

Zwei weitere Highlights stehen noch auf dem Programm! Man darf Helsinki nicht verlassen, ohne die sog. "Tempelkirche" besichtigt zu haben. In den Fels gehauen, gesprengt, schlicht aber gerade deswegen beeindruckend - mit einer unbeschreiblichen Akustik. Kein Wunder, dass dieser Ort nicht nur als Kirche, sondern auch als Konzertsaal genutzt wird.

Es ist schon später Nachmittag, die Beine werden müde, die Aufmerksamkeit lässt  allmählich nach und daher suchen wir abschließend noch einen weiteren ruhigen, entspannenden Ort auf:  das Sibelius-Denkmal. Sibelius?  Ja - der finnische Komponist!  Unzählige Bronze-Röhren, die an Orgelpfeifen erninnern, bieten ein erstaunliches Bild.  Unweit dieser Installation befindet sich eines des ältesten Cafes, berühmt für seine ofenwarme Zimtschnecken.