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Ikonen und Bootsfahrt

Sonntag, 10. Juni

Die anfänglichen morgendlichen Wolken lösen sich auf und es wird ein schöner, sommerlicher Tag. Hinzu kommt, dass heute am Sonntag der Verkehr etwas ruhiger ist und somit die Fahrt mit dem Roller stressfreier verläuft.

Wir haben uns wieder ein volles Programm vorgenommen, nur nicht ganz so früh wie gestern, denn wir müssen ja noch den beiden Jungs zum Geburtstag gratulieren. Es kann doch nicht sein, dass die Zwillinge schon 37 Jahre alt sind.

Mit dem Roller zum Newski Prospekt und zwar zum Ostrovskij-Platz. Hier steht in einer kleinen Parkanlage das mächtige Reiterstandbild Katharinas der Großen.  Etwas weiter entlang des Prospekt  stoßen wir auf den Fontanka-Kanal mit der Anitschkov-Brücke.  Beeindruckend sind hier die vier "Rossbändiger", Bronzestatuen von 1843.

Jetzt ist wieder Kultur angesagt: St. Isaaks-Kathedrale, eines der weiteren Wahrzeichen dieser Stadt.   Der mächtige Kuppelbau leuchtet schon von Weitem in den Sonnenhimmel. Die Kathedrale in Worten zu beschreiben bzw. in Bildern festzuhalten, ist fast unmöglich. Der Reiseführer schreibt, 400kg Gold, 1000t Bronze und 16t Malachit seien hier verbaut. 101,5m ist die Kuppel hoch mit einem Durchmesser von 26m.  Und natürlich besteigen wir die Kuppel nach einer ausführlichen Besichtigung der Kathedrale mit ihren Mosaiken und Ikonen.

Unweit des Isaaks-Platzes befinden sich zwei 5* Hotels, in denen stets VIP´s absteigen.  An der Aufzugtür in der Lobby des "Hotel Astoria" findet man Messingschilder mit den Namen manch prominenter Gäste. Von "Bon Jovi" über "Tina Turner, "Elton John" .... bis hin zu diversen Staatsmänner!  Wir sind nicht mit dem Aufzug gefahren, um den Anspruch auf ein Messingschild zu ergattern, nein, wir haben die Toiletten des Nobelhotels benutzt.

Früher Nachmittag - etwas Ausruhen ist angesagt.  Wir kann man das besser machen als bei einer Bootafahrt auf der Newa und durch die Kanäle?  Die Wahrzeichen St. Petersburgs mit etwas Distanz vom Wasser aus zu betrachten ist sehr zu empfehlen. Im Folgenden einige wenige Bilder der Bootsfahrt.

Noch ist der Besichtigungstag nicht zu Ende,  Christina hat die Auferstehungs-Kirche als weiteres Ziel auserkoren. Man nennt sie auch "Erlöserkirche auf dem Blut". Warum?  Sie befindet sich genau an der Stelle, an der Alexander II  im Jahr 1881 einem Attentat zum Opfer fiel. Hier ist noch das Straßenpflaster mit dem Blut des Zaren erhalten.  Auch in dieser Kirche wurde nicht mit Gold, Silber, Marmor und Edelsteinen gespart. 

Nun noch zum Abschluss des Tages entlang diverser Souvenirstände, entlang der Fanmeile für das Public Viewing und schon finden wir am Kanal ein hübsches Restaurant, das sowohl italienische als auch russische Küche anbietet. Ein Thunfischtartar bzw. Lachsvariation als Vorspeise, Boeuf Stroganoff und Bliny mit rotem Kaviar - das klingt doch aufregend - oder? Und das russische Bier schmeckt ebenfalls.

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Kommentare: 1
  • #1

    Gabriele Grüber (Montag, 11 Juni 2018 16:50)

    ich bin geflasht, besonders die Erlöserkirche hats mir angetan, dieser Reichtum an Außendeko, unfassbar. Schreibt doch mal was über die Preise in den Restaurants, die Speisen hören sich sehr lecker an, was kosten die Souvenirs und die Woghnwagenstellplätze ? Bis zum nächsten Tag lG Gabriele