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Berg der Kreuze

Donnerstag, 21. Juni      Sommeranfang

 

Fahrt nach Nida

 

Heute ist Sommeranfang -  ein baltischer Sommer, fast dreißig Grad im Laufe des Tages, trocken  und mit vielen Weißstörchen am Straßenrand in den kleinen Dörfern.

 

Riga zu verlassen dauert etwas,  aber wo ist es nicht voll im morgendlichen Berufsverkehr? Wir müssen noch einmal tanken (wieder europäische Dieselpreise mit 1,25€) und erreichen nach 100 km die litauische Grenze. Grenze?  Kein Schlagbaum, keine Zöllner, kein Häuschen mit Schiebefenster – wir sind in der EU angekommen und freuen uns, dass das Schengen-Abkommen so gut funktioniert.

 

In allen Reiseführern  wird eine Sehenswürdigkeit in Litauen besonders erwähnt, der sog. Berg der Kreuze.    Hier ein Auszug aus:   https://www.litauen.info/staedte/siauliai/berg-der-kreuze/      

   

Der Berg der Kreuze (engl. Hill of Crosses) in Litauen ist ein katholisch und touristisch geprägter Wallfahrtsort unweit von Siauliai an der Straße nach Riga (Hauptstadt von Lettland) gelegen. Die Pilger pflegen Kreuze auf den Hügel zu stellen, verbunden mit einem Wunsch oder Dank.

 

Der Berg der Kreuze in Siauliai ist ein historisches und architektonisches Denkmal, nicht nur eine der TOP Sehenswürdigkeiten in Litauen sondern weltweit. Der Berg der Kreuze zieht die Menschen, alle Gläubige mit seiner Ruhe, Geistigkeit, der authentischen und sakralen Wesenheit an. Ein lang gezogener, sattelförmiger Grabhügel breitet sich auf einem Flachland aus und ist von den Tälern des Flusses Kulpe und seinen namenlosen Nebenflüssen eingeschlossen.

 

Am Anfang des 20. Jh. war der Berg der Kreuze schon weit bekannt, hier fanden zahlreiche Gottesdienste, Kirchweihfeste statt. Während der sowjetischen Besatzung fing die „Vernichtung“ der hier aufgestellten Kruzifixe durch die Machthaber an, die hölzernen Kruzifixe wurden kaputt gemacht, verbrannt, die eisernen zum Schrott abgegeben, die Stein- und Betonkruzifixe zerschlagen, vergraben oder im Bach versenkt. So wurden jährlich mehr alSeit 1988 ist der Berg der Kreuze nicht nur wieder Eigentum von Litauen, sondern auch der ganzen Welt. Nun wurden bereits über einhundert tausend verschiedenster Kruzifixe, Gebetstöcke und Betsäulen, Skulpturen der Heiligen sowie Bilder mit den auf ihnen aufgehängten Rosenkränzen auf dem Berg der Kreuze gezählt.

 

Im September 1993 besuchte den Berg der Kreuze in Siauliai auch Papst Johannes Paul II. Er hielt eine heilige Messe ab und betete für die litauischen Märtyrer des Glaubens und das ganze christliche Europa. Während der Vorbereitung für die Apostelreise des Heiligen Vaters wurde 1993 gegenüber dem Berg der Kreuze eine Kapelle errichtet, an der Messe nahmen über hunderttausend Pilger aus aller Welt teil. Hier findet immer am letzten Juli Wochenende das Ablassfest des Berghier auf s der Kreuze statt.

 

 

 

Zweihundert Kilometer weiter erreichen wir die Hafenstadt Klaipeda, das frühere Memel. Hier setzen wir mit der Fähre über auf die Kurische Nehrung mit dem Hauptort Nida, wo wir uns auf dem dortigen CP einrichten.

 

Während wir hier auf dem in einem Pinienwald gelegenen CP die Ruhe genießen, das Spiel Argentinien vs. Kroatien verfolgen,   lassen wir gleichzeitig unseren Aufenthalt in Moskau Revue passieren und sind der Meinung, man müsste noch etwas über die Atmosphäre auf dem CP in Moskau schreiben.

 

 Bei unserer Ankunft am Donnerstag, dem Eröffnungstag der WM, ist von Fußball noch nicht viel zu spüren.   Der Platz ist  belegt von einer Gruppe von 20 französischen Womos, die eine Tour durch das Baltikum, Moskau, Sibirien, Peking, Schwarzes Meer bis Istanbul  vorhaben.   Kaum sind die Franzosen abgereist, trifft die Gruppe der italienischen Womos ein, denen wir schon in St. Petersburg begegnet sind.   Beide Gruppen haben mit Fußball nichts im Sinn.

 

Dann fängt es langsam an, einige Argentinier, die in gemieteten Womos unterwegs sind, wenige Deutsche, später kommen polnische Wohnmobile hinzu, direkt hinter uns steht ein Luxus-Womo aus Brasilien.

 

Wie sich die Bilder doch gleichen:  kommen am Freitag die argentinischen Fans nach dem Unentschieden mit bedröppelten Gesichtern zurück,  schleichen die deutschen Fans am Sonntag über den Platz, mit den Polen wird es später nicht anders sein.

 

Was müssen wir noch über Moskau erwähnen?   Im Folgenden einige Bilder aus den berühmten Moskauer U-Bahnhöfen: