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Ein Tag in Nida

Freitag,  22.. Juni

 

Ein Tag im Nationalpark Kurische Nehrung.

 

In der Nacht prasselt der Regen auf das Womodach, soll es sich doch in der Nacht ausregnen, besser als am Tag. Auch hört man das Rauschen der 500m entfernten Ostsee.

 

Wenn man sich die Kurische Nehrung auf der Karte anschaut, wird man verstehen, warum wir hierhin gefahren sind:  hier gibt es einen Grenzübergang und wir sind nur 60 km von Kaliningrad / Königsberg entfernt. Aber die Nehrung, aufgenommen im Weltkulturerbe des Unesco, hat noch viel mehr zu bieten. Nida, der Hauptort, hat einen schönen Hafen, Dünen, Ostseestrand und  –die Literaturkenner werden es wissen- in Nida steht das Sommerhaus von Thomas Mann. Von 1930 – 1933 hat die Familie Mann hier die Sommermonate verbracht, bevor sie ins Exil über die Schweiz nach Kalifornien ging.    Heute ist das Wohnhaus restauriert und als Museum zu besichtigen.

 

Natürlich müssen wir die große Düne „Parnidda“ besteigen, ein wunderschöner Ausblick sowohl auf das Haff als auch auf die Ostsee erwartet uns. Ja, und wenn man die Ostsee von Weitem sieht, dann muss man doch auch an den Ostseestrand. Ein heftiger Wind bläst uns entgegen, aufgewühlt ist das Wasser, dennoch sind einige (wenige) Mutige im 18°  kalten Wasser.

 

Im Hafen ist eine Bühne aufgebaut, Buden mit Kleinkunst und lokalen Spezialitäten laden zum Stöbern ein. In den baltischen Ländern wird die Sommersonnenwende gefeiert und der 24. Juni,  Johannistag, ist offizieller Feiertag.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gabriele Grüber (Samstag, 23 Juni 2018 12:20)

    Danke für die stimmungsvollen und authentischen Eindrücke!