· 

Frühstück in Dieters Geburtsort

Autos fahren nachts nicht entlang des Stellplatzes Am Fischereihafen, jedoch etliche Schiffe. Es muss ein riesiger Öltanker gewesen sein, der um 5.00h morgens hier vorbei fährt - das Brummen der Motoren scheint sich auf die Kaimauer zu übertragen und reisst uns aus dem Schlaf!  Naja - morgens früh aufstehen kann ja auch nicht schaden.

Wir wollen unserem Ziel Sylt etwas näher kommen, also - auf gen Norden. Fahren wir Richtung Hamburg durch den Elbtunnel? Wir entscheiden uns für die Elbfähre Wischhafen - Glückstadt. Nach 70 km auf gut ausgebauten Landstraßen erreichen wir Wischhafen.   Aber vorher noch ein durchaus emotionales Erlebnis: Wir passieren das kleine Dorf Osten a.d. Oste (gesprochen mit langem "O" wie bei Ostern).  Osten hat nicht nur eine der letzten Schwebefähren Europas, nein, es ist auch Dieters Geburtsort! Dieses Dorf müssen wir uns doch näher ansehen.

Die Fähre in Wischhafen ist stark frequentiert, vier Schiffe fahren im Pendelverkehr und doch müssen wir eine gute Stunde warten, bis unser Womo zwischen PKW´s und dicken LKW´s  aufs Deck gequetscht wird.  22 € kostet die Überfahrt über die Elbe. Wären wir durch den Elbtunnel schneller gewesen? Wer weiß? Aber darauf kommt es ja auch nicht an ... die Überfahrt ist ein Erlebnis.

Nun noch weitere 80 km an der Küste entlang und wir landen in Büsum.  Der Wohnmobilplatz ist schnell gefunden, aber hoffnungslos voll, wie ein Schild am Eingangsbereich ausweist.  Was tun?  Gleich gegenüber gibt es einen Tagesparkplatz, auf dem auch einige Womos stehen. Stellen wir uns doch einfach dazu! Erst einmal ausruhen, ein Erfrischungsgetränk zu uns nehmen, den Schatten des Womos ausnutzen und der Hitze entfliehen.  Später am Abend machen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang zum Hafen, zur Promenade und durch die Flaniermeile.