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Aalborg - die Stadt des Aquavits

Nach dem Frühstück macht Dieter die Fahrräder startklar und wir fahren die 3 Kilometer nach Skagen. Uns erwartet eine "niedliche", wiederum viele gelb gestrichene Häuser, max. zweigeschossig und eine lebhafte Fußgängerzone.

Nun aber auf zu unserer heutigen Etappe. Wir verlassen die Nordsee, fahren an der Ostseeseite gen Süden und steuern Aalborg an. Aalborg?  - das klingt doch nach Aquavit. Auf dem Weg zum Campingplatz, dem "Strand Parken Camp" passieren wir die rote Backsteinfabrik, sehen das Aquavit-Emblem, jedoch scheint an diesem Ort nicht mehr produziert zu werden.  Es ist später Nachmittag, als wir uns auf dem CP installieren (happige 40 € pro Nacht, dafür kostet WLan extra) und es bleibt noch genug Zeit mit den Rädern entlang der Hafenpromenade(entlang des Limfjordes) die Altstadt zu erkunden. 

Wir sind überrrascht von einer gelungenen Mischung aus alter und neuer Architektur.  Starten wir mit der belebten "Östergade". Viele historische Gebäude, viele davon als Restaurants und Kneipen genutzt. Man merkt, das Aalborg eine Universitätsstadt ist.

Weiter zum historischen Stadthaus und der Budolfikathedrale. Leider ist sie ab 17.00h geschlossen - wir sind eine halbe Stunde zu spät. Wir passieren zahlreiche hübsch dekorierte Plätze, viele Menschen sind unterwegs und scheinen sich auf das Wochenende zu freuen.

Biegt man zufällig (nein - lt. Stadtplan) in eine Seitenstraße ab, kommt man durch die engen Gassen mit den kleinen eingeschossigen Häusern der Kapitäne. Oder man gerät in die bekannte Biermeile "Jomfru Ane Gade".

Der Hafen strotzt mit moderner Architektur, wie z.B. mit dem 2014 gebauten Konzerthaus "Musikkens Hus". Nicht weit davon entfernt das "Utzon Center", ein Kulturcentrum aus der Hand des dänischen Stararchitekten Björn Utzon (Sidney Opera House).

Auf dem Rückweg zum CP passieren wir eine riesige Lagerhalle an der Uferpromenade - hier dreht sich alles um "Street Food", hier scheint sich abends die Partyszene zu treffen. Eigentlich wollen wir auch noch ein Bierchen trinken, aber .... Christina und Dieter sind  wohl die Einzigen, die einen Gedanken an Corona verschwenden.  Abstand? Mund-und Nasenschutz? Desinfektionsspray?  Alles Fehlanzeige!

Die Dänen scheinen wohl einen ähnlich freizügigen Umgang mit dem Virus zu pflegen wie Schweden.