· 

Auf zur Insel PAG

Heute haben wir den 11. September!  9 / 11 !     Die Medien berichten permanent über das Attentat in New York vor zwanzig Jahren. 

Wir brechen unsere Zelte im Nationalpark ab und bewegen uns Richtung Adria - ca. 140 Km zeigt das Navi an. 

 

Die Fahrt verläuft recht unspektakulär, der Carthago schlängelt sich durch das Velebit Gebirge.  Irgendwann taucht vor uns ein imposantes Kriegsdenkmal auf - wir halten an  und sehen uns die Skulptur näher an. Wird hier an die Toten des Ersten Weltkrieges erinnert?  Wird an die Gefallenen des 2. Weltkrieges erinnert?  Nein - die Inschriften auf den Marmortafeln tragen das Datum 1995 und erinnern an die jungen  Soldaten im Völkerkrieg des Ex-Jugoslawien.   Wir sind nachdenklich geworden und nehmen uns vor, uns näher mit der  Geschichte zu beschäftigen.

Weiter geht die Fahrt durch das Velebit Gebirge mit zahlreichen Serpentinen und  -   einem Tunnel! Am Ende dieses Tunnels erscheint das sprichwörtliche Licht: ein strahlendes Blau von Himmel und Wasser!  Wir haben die Adria erreicht!  Zwar sind es noch 20 Km bis zu unserem heutigen Ziel, aber von hier oben könnnen wir die gesamte Küste mit den zahlreichen vorgelagerten Inseln  überblicken.

 Das kleine Städtchen Prizna bildet den Fährhafen zur Insel Pag. Im Halbstundentakt verkehren die Fähren - 39 € werden für das Womo incl. zwei Personen verlangt.

 

 

 

Was uns bei der Ankunft auf Pag erwartet, ist schon unglaublich! Jeder Reiseführer, jeder Reisebericht spricht von einer Mondlandschaft -  karges, kahles Karstgestein soweit man blickt! Hat die Bora, dieser starke Fallwind aus dem Gebirge, jegliche Flora über hunderte von Jahren weggefegt?  Naja, das Auge gewöhnt sich schon daran. Gänzlich anders präsentiert sich die Natur auf der Westseite der Insel, hier sieht es schon belebter aus, hier finden wir Kiefern und Lorbeerbäume.   Und genau unter zwei Schatten spendenden Lorbeerbäumen stehen wir auf unserem Stellplatz auf dem "Kamp Simuni", auf dem wir drei Tage verweilen wollen.