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Vesuv - 79 n.Chr. - Pompeji

Dienstag, 2. April

Der Regen in der Nacht hat wohl die Luft bereinigt, wir verlassen Montecassino bei klarem Himmel mit Sonnenschein.

Montecassino bei Sonnenschein
Montecassino bei Sonnenschein

Als Frühstücksort haben wir uns das 70 Kilometer entfernte Santa Maria Capua Vetere ausgesucht.

In unserem Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag „Golf von Neapel“ ist zu lesen:“Capua war eine wichtige Etappenstation an der römischen Via Appia. Das grandiose Amphitheater beherbergte einst eine Gladiatorenschule, die Ausgangspunkt des berühmten Spartacusaufstands war.“

Was uns allerdings hätte stutzig machen sollen:

...Die Altstadt birgt zwar die eine oder andere interessante Sehenswürdigkeit, allerdings beeinträchtigen die Autos, die rücksichtslos über das holprige Pflaster rasen, die Lebensqualität. ...“ Vorher stand zu lesen:“...Die chronische Wirtschaftskrise und die damit einhergehende Perspektivlosigkeit der Bewohner haben Spuren hinterlassen, die mit Händen greifbar sind.“

Der Wohnmobil-Stellplatz überzeugt überhaupt nicht, die Nacht hier zu verbringen, können wir uns nicht vorstellen und, der entscheidende Faktor, das Amphitheater ist heute gar nicht zu besichtigen – geschlossen! Warum? Es bleibt ein Rätsel.

 

Amphitheater Santa Maria Capua Vetere
Amphitheater Santa Maria Capua Vetere

Der einzige Höhepunkt unseres Besuches in Santa Maria Capua Vetere ist der nagelneue LIDL Supermarkt, der uns zu Käse, Wurst und Wein einlädt.

Haupteingang zu den Ausgrabungen "Porta Marina"
Haupteingang zu den Ausgrabungen "Porta Marina"
der "harmlose" Vesuv im Hintergrund
der "harmlose" Vesuv im Hintergrund
Ausgrabungsstätte Pompeji
Ausgrabungsstätte Pompeji

Pompeji wartet auf uns!

Wir tauchen ein in zweitausendjährige Geschichte, in das Leben der Römer, als im Jahr 79 n. Chr. der Vesuv ausbricht und die Stadt mit einer fünf Meter dicken Ascheschicht verdeckt.

Im Antiquarium, gleich hinter dem Haupteingang Porta Marina, findet sich mehrere Exponate, Gipsabdrücke der von der Giftwolke und Lavamasse überraschten Einwohner.

von der Giftwolke überrascht
von der Giftwolke überrascht

Der Reiseführer schreibt:

„Die berühmteste Ausgrabungsstätte der Welt überrascht Besucher immer wieder – allein angesichts der enormen Ausdehnung der antiken Stadt. Ein Tag reicht kaum aus, um alle Attraktionen ausführlich zu begutachten. In Zahlen liest sich das so: Bis zu 25000 Besucher am Tag verteilen sich auf einer Gesamtfläche von 66 ha mit über 3000 Kultstätten und Gebäuden. Dabei sind lediglich 40 % der Gesamtfläche der Stadt bislang freigelegt.“

ein typischer Straßenzug
ein typischer Straßenzug

Wir passieren viele Häuser, Villen, die den klassischen römischen Hausbau aufweisen:  Eingangstür mit einem Mosaik, Atrium (überdachter Innenhof), von dem die einzelnen Zimmer abgehen. Dahinter meist ein mehr oder weniger großer Garten.

Atrium mit abgehende Zimmern
Atrium mit abgehende Zimmern
öffentlicher Brunnen
öffentlicher Brunnen

In zahlreichen Villen haben wunderbare Fresken zweitausend Jahre überlebt, so z.B. im sog. "Haus der Venus in der Muschel."

Die römische Göttin der Schönheit war die Schutzgöttin des Feldherrn Sulla.

Venus in der Muschel
Venus in der Muschel

Nun ja, über vier Stunden spazieren und staunen wir über alte römische Straßen, diverse restaurierte Villen, das imposante Forum, das Amphitheater und (was Dieter besonders beeindruckt) das städtische Bordell mit seinen unzweideutigen Freskenmalereien!

Lupanar - das städtische Bordell

eindeutig - oder?
eindeutig - oder?
Amphitheater -fast vollständig von Asche bedeckt
Amphitheater -fast vollständig von Asche bedeckt

Haus der Julia Felix:

Irgendwann jedoch sind Beine, Füße, Kopf und Körper ermüdet. Wie toll, dass der CP Zeus nur einhundert Meter vom Haupteingang entfernt liegt und erfrischende Getränke parat hat!

Der Ausklang des Abends: Halbfinale im DFB Pokal mit Leverkusen vs. Düsseldorf.

Stellplatz Camping Zeus
Stellplatz Camping Zeus

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