3 1/2   Wochen Winterurlaub in Italien

Teil 1:   Vom Ruhrgebiet über Bad Windsheim, Kaunertal in Tirol,  nach Livigno

 

 

 

 

Bad Windsheim

Die Skifahrt beginnt -wie schon so oft-

mit einem Wellnesstag in der Franken Therme.

 

Kaunertaler Gletscher

Hier werden zum ersten Mal in diesem Jahr die Ski eingesetzt.

 

Livigno

Eine Woche in der zollfreien italienischen Enklave Livigno.


 

 Vorbemerkung

 

Bald ist es wieder soweit:  die Reisesaison mit dem Wohnmobil beginnt traditionellerweise mit dem Skiurlaub. In diesem Jahr soll wieder eine neue Region, ein neues Gebiet erkundet werden. Zwar tasten wir uns erneut langsam über Tirol mit dem Kaunertaler Gletscher nach Süden, aber dann geht es weiter - voraussichtlich nach Livigno, die zollfreie italienische Enklave in der Schweiz. Und anschließend  wollen die Dolomiten erforscht und "erfahren" werden.

 

Im Internet finden sich zahlreiche Stellplätze an Gondelstationen, ebenso mehrere Campingplätze, die man anfahren könnte. Die nebenstehende Karte gibt einen kleinen Einlick in unsere Pläne.  

 


 Es geht los!                                               Die Anfahrt bis ins Skigebiet

28. Februar - 2. März

Der Himmel ist strahlend blau, aber die Temperaturen sind frostig. Nachts sinken die Temperaturen sogar bis auf -7°.   Der Teich ist zugefroren und die Fische haben sich auf den Boden zurück gezogen.  Wenn hier bei uns im Ruhrgebiet das Wetter schon so toll ist - dann wird es doch in den Alpen sicherlich nicht minder schön sein - oder?  Wir freuen uns auf Schnee, Sonnenschein, gemütliche Abende im warmen Wohnmobil.  

 

Der Carthago  ist gepackt, die Gasflaschen aufgefüllt,  alle Skisachen und einige Essensvorräte verstaut, die Betreuung des Katers  geregelt und auch die  Hausversorgung mit den Nachbarn ist organisiert.   Also - heute kann es losgehen!

 

Was den Start in den Skiurlaub betrifft, so haben wir schon traditionell eine kurze Etappe vor uns, denn nach  lediglich ca. 140 km landen wir   im Siegerland, um uns mit Geschwistern, Schwager und Schwägerinnen zu treffen. Irmgarteichen heisst  das kleine Dorf, das wir zum Treffpunkt auserkoren haben. Irmgarteichen hat eine schöne Kirche mit Parkplatz und zwei urige Gasthöfe, die traditionelles Siegerländer Essen bzw. Getränke anbieten.

Gegen 19:00h sitzen wir alle zusammen, lustig, manchmal laut, aber stets gut gelaunt und genießen das "Siegerländer Krüstchen" samt einem frisch gezapftem "Irle" Pils.


Übernachtung:   Wanderparkplatz / Kirchplatz Irmgarteichen                                                                          kein V+E+Strom

                                                                                                                                                                                        gef.  km:    136


 Eine ruhige Nacht liegt hinter uns, kein Autoverkehr oder sonstiger Lärm. Naja, wir stehen direkt neben der Kirche und diese beginnt um 6:00h ihren Dienst - die Glocken läuten.  Da so gegen 8:00h an Weiterschlafen nicht mehr zu denken ist, beschließen wir das Frühstück später einzunehmen und erst einmal unsere Reise fotzusetzen.

 Eine nette Begebenheit am Rande: ein älterer Herr, dick und warm angezogen, geht um unser Womo herum, schaut hinein und sucht Kontakt. Er sei der Hausmeister des Gemeindehauses und wolle uns nur einen schönen guten Morgen wünschen. Außerdem wolle er sicherstellen, dass es uns gut geht, denn minus 12° in der Nacht seien ja kein Pappenstiel. Wir versichern, dass das Womo mollig warm war / ist und wir gut geschlafen haben.    Ein netter Mann - oder?

Zurück auf die A 45 mit ihren zahlreichen nervigen Baustellen, vorbei an Aschaffenburg bis Miltenberg am Main, wo wir auf einem Parkplatz am Ufer das Frühstück einnehmen.  Weiter geht die Fahrt über Wertheim (Zusammenfluss von Main und Tauber) bis zum "Wertheim Village", dem Outlet Center. Zwei Jeans, Levis 501, finden ihren Käufer.   Gegen 17:00h schließlich erreichen wir das Tagesziel, die Therme in Bad Windsheim.  Es ist immr noch lausig kalt, so dass ein längerer Spaziergang ausfällt und wir später den "Bretagne" Krimi im TV schauen.

Heute steht allein die "Franken Therme" in Bad Windsheim auf dem Programm.  Mehrere Saunagänge mit den entsprechenden aromatischen Aufgüssen sowie die diversen Solebecken mit dem imposanten Salzsee lassen uns die immer noch frostigen Temperaturen vergessen. Entspannt aber auch erschöpft kehren wir zum Womo zurück.  Wird heute noch gekocht?  Natürlich nicht, denn schon gestern haben wir in dem der Therme gegenüber liegenden "Genusswerk", einer Einheit aus Restaurant und Vinothek, einen Tisch reserviert. Christina entscheidet sich für einen großen Salatteller mit einem Rumpsteak als Beilage, Dieter hat schon lange kein "Cordon Bleu" mehr gegessen. Dazu ein Rotwein der Region ...


Übernachtung:    Reisemobilhafen Bad Windsheim                                                                            V +E      Stromsäule,   15 €  pro Nacht

                                                                                                                                                                        gef.  km:  320

                           http://www.phoenix-reisemobilhafen.de/

Auf dem Weg zum Kaunertaler Gletscher

Samstag, 3. März   -   Montag, 5. März

Auch in Bad Windsheim funktionieren die Kirchenglocken - ab 6.00h beginnen sie ihre Arbeit. Ein Blick aus dem Fenster bringt eine kleine Überraschung,  um uns herum ist alles weiss - es hat in der Nacht geschneit.  Nicht viel, aber immerhin!

Ein kleines Frühstück, Frischwasser bunkern und Brauchwasser entsorgen, dann noch ein Einkauf im nahen Rewe-Center, denn wir müssen uns für die kommenden Tage auf dem Gletscher mit Lebensmitteln und fränkischen Weinen eindecken. Gegen 12.00h sind alle Jobs erledigt und wir steuern auf der A 7 Richtung Süden.

Hier einige Anmerkungen zu unserer Fahrt gen Süden:

Amsterdam, Rotterdam und Utrecht müssen menschenleere Städte sein,  denn augenscheinlich befinden sich alle PKW´s mit gelben Kennzeichen auf der Autobahn von Füssen nach Norden Richtung Würzburg.  Das kann uns also nicht weiter stören, denn wir fahren ja in die entgegenngesetzte Richtung nach Füssen.  Der Verkehrsfunk berichtet von Blockabfertigung am Grenztunnel Füssen - Reutte.  Auch das kann uns nicht weiter stören, denn wenn wir am späten Nachmittag dort unten sind, hat sich sicherlich alles aufgelöst.  Falsch gedacht - weit gefehlt! Wir reihen uns in den Stau vor dem Tunnel ein und fahren dann quasi im Schrittempo die 20 km über den Fernpass.  Was für eine Planung, wie konnten wir so naiv sein und  samstags nach Österreich zu fahren. Erst bei Imst wird der Verkehr zügiger, bevor der nächste Stau am Landecker Tunnel auf uns wartet.  Langer Rede kurzer Sinn:  das heutige Ziel, den Kaunertaler Gletscher,  erreichen wir natürlich nicht, sondern  verbringen die Nacht unten an der Mautstation zur Panoramastraße. Was versöhnt den Abend?  Die morgens gekauften Weißwüsrtl mit Brez´n. 

Es geht los:  nach einem Kaffee sind wir um 8.00h startklar, kaufen an der Mautstation die Skipässe, die das Befahren der Gletscher-Panoramastraße inkludieren. Die ersten 20 km bis zur Talstation an der Ochsenalm Bahn auf 1990m verlaufen problemlos. Dann jedoch, bevor es auf die letzten 5 km zum Gletscher geht, warnt uns ein rundes blaues Schild mit einem runden Kettensymbol!  Wann haben wir zuletzt die Schneeketten aufgezogen? Schon lange her und alles vergessen. Also noch einmal die Instruktionen lesen und dann klappt auch die Montage, die modernen selbstspannenden Ketten sind ja letztendlich relativ einfach zu installieren. Aber trotzdem - Schneeketten aufziehen bei eisigen Temperaturen macht einfach keinen Spaß. Auf steiler, eisiger, schneebedeckter Straße geht es bergan, im 2. Gang, nur nicht  stecken bleiben.  Irgendwann ist es geschafft, wir erreichen unser Ziel auf 2750m  Höhe, dem Gletscherparkplatz.  Viele Autos sind noch nicht hier, wir stehen direkt an der Skipiste.

 

Und nach dem Frühstück - der erste Skitag!  Strahlend blauer Himmel, bestens präparierte Pisten mit bestem Schnee!  Genauso haben wir es gewollt!

Wie klingt der Abend  (wir sind nun übrigens ganz alleine hier oben) aus?  Es gibt das traditionelle "Spaghetti Bolognese della Casa" und anschließend schauen wir die Sendung "Wunderschön" auf WDR3.


Übernachtung:      Kaunertaler Gletscher, Gletscherrestaurant                                 kein V + E + Strom

                                                                                                                                                 gef.  km:   280  


Ein Sonnenskitag

"wetter.de" hat nicht gelogen. Heute ist wieder ein sonniger Tag (die Temperaturen liegen allerdings noch weit unter 0°) und ein Blick aus dem Fenster zeigt: eine dünne, ca. 3 cm Neuschneeschicht liegt auf der Piste. Ideale Bedingungen also für uns Sonnenskifahrer. Und genau diese Bedingungen nutzen wir!  Sogar die Mittagspause nutzen wir draußen vor dem Womo. Dieter holt die Stühle aus der Garage, versorgt uns mit einem Weizenbier und so lassen wir die Sonnenstrahlen auf das Gesicht scheinen. Nachmittags schnallen wir die Ski noch einmal für 2 Stunden an, die Schneeverhältnisse sind weiterhin ideal - ein schönes Geräusch, wenn der Schnee unter den Ski knirrscht!  Irgendwann jedoch merken wir , dass die Muskeln schmerzen, die Kraft nachlässt.  

Wie sind die weiteren Pläne?  Der Wetterbericht für morgen, Dienstag, verheisst nichts Gutes, Wolken, Wolken ...   Also ein guter Reisetag.    Schnell  packen wir alles zusammen, verstauen Ski und Schuhe und begeben uns gegen 16.00h auf den Weg ins Tal.  Auf den Schneeketten fahren wir schön langsam und sicher wieder hinunter bis zur Ochsenalm, wo wir auf dem Parkplatz die Ketten abmontieren können - der Rest der Panoramastraße ist gut geräumt und schnee- und eisfrei. 

Ein kleines Problem jedoch entsteht, als wir auf der einspurigen Staße entlang des Gepatsch-Stausees unterwegs sind. Hinter uns fahren geduldig ca. 10 PKW, die nicht überholen können, und vor uns taucht plötzlich der Postbus auf. Wir stehen uns also gegenüber, Motor an Motor!  Gottseidank gibt es entlang der Strecke einige Ausweichbuchten! Also:  den Rückwärtsgang eingelegt und unser Carthago sowie die anderen PKW fahren ca 200m rückwärts zu der letzten Ausweichbucht, die der Postbus dann aufsucht und uns passieren lässt. Links eine Handbreit zur Felswand - rechts eine Handbreit zum Postbus.   Christina benutzt später den Ausdruck "Blut und Wasser geschwitzt."

Naja, es ist geschafft!  Wir finden einen Stellplatz auf dem Camping Prutz, nutzen ausgiebig die hervorragenden Duschen und lassen den Abend im Gasthof "Zur Post" ausklingen.


Übernachtung:  Camping Prutz                                                                               V + E + Strom,   30€  pro Nacht

                                                                                                                                       gef. km:   36


6. - 11. März  Sechs Tage in Livigno

Heute geht unsere Fahrt weiter in den Süden. Das Ziel lautet:  Livigno! Wo genau müssen wir hin? Das Navi schickt uns in die Schweiz, Richtung St. Moritz in Graubünden. Livigno ist eine italienische Enklave in der Schweiz, ein zollfreies Gebiet, ähnlich wie Samnaun

 

Kurz vor St. Moritz (60 km) müssen wir auf den Ofenpass abbiegen, oben auf der Passhöhe dann ca. 5km durch den mautpflichtigen Tunnel fahren. Lustig ist dieser Tunnel - eine kleine, schmale, einspurige Röhre mit Ampelbetreib geregelt. Und das Licht am Ende des Tunnels? Der Lago di Livigno!  Noch knapp 11 km entlang des Sees und wir richten uns auf dem Zweisternecamping Mansueto ein. Ein Volltreffer! Freundliche, hilfsbereite Betreiber, ansprechende sanitäre Anlagen und eine Traumlage!  Vor uns ein schneebedecktes Feld, ein wunderschöner Blick auf die Skihänge beidseits des Tals. Bis zum kostenfreien Skibus sind es 50m, die Langlaufloipe beginnt nach 100m und zum lebhaften Centrum sind es 500m. Lebhaftes Centrum?  Die Skipisten enden im Centrum und der "Italiener" feiert da schon mal ausgiebig "Apres Ski", wie wir bei unserem Spaziergang feststellen.  Bei unserem Rundgang passieren wir ebenfalls das Langlaufzentrum Livignos, was Christina auf "komische" Gedanken bringt, wie sich spätert noch herausstellt. 

Zurück vom Erkundungsspaziergang, gegen 17.00h, beginnen wir mit den Vorbereitungen des Abendessens:  der kleine Camping Raclettegrill wird aktiviert ... alle möglichen Zutaten und Beilagen füllen den Tisch aus ...   irgendwie eine Stimmung wie Silvester, noch angereichert durch einen Blauen Zweigelt bzw. Grünen Veltliner.

Sonnen- und Skitage in Livigno

Mittwoch, 7. März.

Der Tag beginnt mit Sonnenschein und dem Entschluss, etwas Neues auszuprobieren. Zum ersten Mal im Leben wollen wir Langlaufski ausprobieren- sci di fondo!  Für Dieter ist es völliges Neuland, Christina als Siegerländerin hatte schon früher mal Kontakt mit diesen schmalen, wackligen Holzlatten. Mit dem kostenlosen Stadtbus fahren wir zum "Centro  Sci di Fondo", leihen uns das entsprechende Material aus, Schuhe, Ski, Stöcke  und auf geht es  zum Selbstversuch.  Die Schuhe in die Bindung zu bringen ist schon schweißtreibend! Gottseidank geben die gespurten Loipen Halt und Führung. Warum ist alles nur so wacklig? 

Was anfangs so leidlich klappt, wird im Laufe der Zeit immer schwieriger, denn Schneefall setzt ein, erst leicht, dann immer stärker. Die Skibrillen beschlagen, die Sicht wird immer schlechter. Was sind wir froh, den Skiverleih wieder heil und unversehrt zu erreichen!  Durchgeschwitzt, erschöpft!  Warum hat uns niemand gesagt, wie anstrengend Skilanglauf ist?  Aber glücklich und zufrieden sind wir doch - es hat Spass gemacht!  Es gibt bestimmt eine Fortsetzung. Der Schneefall  klingt gegen 18.00h ab - ca. 20cm Neuschnee bedecken nun unseren Stellplatz. Der Abend klingt mit Real Madrid vs. Paris St. Germain aus.

Donnerstag, 8. März

Weltfrauentag  - Fiesta della Donna!

Der Wetterbericht verheisst 10 Stunden Sonnenschein. Schon um 9.00h erscheinen die ersten Strahlen über dem Berggipfel. Die Liegestühle werden aus der Garage geholt  und ein ausgiebiges Sonnenbaden ist angesagt. 

Unser Wohnmobilnachbar, ein ausgewiesener Livigno-Kenner, gibt uns den Tipp für einen Spaziergang:  "Latteria di Livigno".  Latteria = Molkerei?   Die "Molkerei" erweist sich als Spezialitätenrestaurant mit schöner Sonnenterrasse. Hier gibt es nicht nur feinste Wurst- und Käsespezialitäten, sondern auch außergewöhnliche Eisspezialitäten, die wir draußen auf der Terrasse geniessen. Und da heute "Weltfrauentag" ist, erhält jede Dame einen kleinen Mimosenzweig. Hier gehen wir bestimmt noch einmal hin, zumal ein kleiner "Hofladen" angeschlossen ist, der den hier produzierten Käse und andere Molkereiprodukte anbietet.   Hier gibt es weitere Infos:

                                                http://latterialivigno.eu/index.php?lang=de

Zurück am Womo gönnen wir uns den ersten Aperol-Spritz des Jahres, während der "Principale", der Cp Besitzer, mit seinem Lamborghini die Schneemassen des gestrigen Tages wegräumt.

Aber nur vor dem Womo sitzen und Aperol trinken geht natürlich auch nicht. Shopping bzw. Windowshopping gehört doch sicherlich zum Weltfrauentag, und so landen wir zufällig in der "Desigual"  Boutique, wo ein schicker, hochmodischer Rucksack samt Portemonnaie im gleichen Design den Besitzer  bzw. die Besitzerin wechselt.

Der gestrige Sonnentag hat den Muskeln gut getan, wir sind enspannt und voll neuer Energie, um heute die Alpinski aus der Garage zu holen, zumal das Wetter optimale Bedingungen verspricht. Mit den Ski auf den Schultern marschieren wir die 100m zur Bushaltestelle, steigen in die "Linea verde", die "grüne Linie", ein, die uns direkt vor der Gondelstation "Tagliede" abliefert. Schnell die Skipässe besorgt und dann bringt uns die Gondel auf 2300m Seehöhe. Von hier noch einmal mit dem 4er-Sessel bis auf 2800m. Was uns erwartet sind hervorragend präparierte Pisten, breite Pisten und trotz des Sonnenscheins optimaler Schnee - es knirscht noch richtig unter den Ski.

Wer viel Ski läuft, braucht doch irgendwann eine Erholung, eine Erfrischung - oder? Diese Erfrischung bietet uns das "Ristorante Costaccia" auf 2370m.  Ein Weizenbier bei Sonnenschein ist nicht zu toppen!

Was gibt es noch zu erwähnen? Ein älterer Herr fragt auf Englisch, ob sich seine Gruppe (4 Personen) noch zu uns an den Tisch setzen könnten. Natürlich, kein Problem. Die Gruppe spricht eine "interessante" Sprache - es stellt sich heraus, dass es Russen sind! Und so kann Dieter seine rudimentären, neu erworbenen Russischkenntnisse anwenden.

Zum Abschluss des Skitages ruhen wir uns unten im Tal bei einem "Caffe´ americano" mit Apfelstrudel aus, bevor uns der Skibus, dieses Mal die "Linea gialla", die "gelbe Linie" zurück zum CP chauffiert.  Nun ist es 15.30h - Zeit genug, um vor dem Womo die müden Knochen zu entspannen und die immer noch vorhandene Kraft der Sonne zu tanken.

Samstag, 10. März

Ganz leichter Schneefall schon am frühen Morgen in einem wolkenverhangenen Tal. Also gibt es erst einmal keine sportlichen Aktivitäten, sondern wir widmen uns dem "Hausputz" und anderen Aufräumarbeiten.  Am Nachmittag dann ein Spaziergang in den Ort, wir schauen in die Kirche "Santa Maria", gehen an der Skistation vorbei (endet übrigens mitten im Ort) und promenieren anschließend durch die autofreie Einkaufsstraße. An einer dieser Apres Ski Bars lassen wir uns nieder, gönnen uns eine kleine Erfrischung und beobachten die Leute ... besser als jedes Fernsehprogramm. 

Der Co-op öffnet um 14.30h, wir benötigen noch einige Grundnahrungmittel und ruhen uns später im Womo aus ... der Schneefall lässt allmählich nach.  Für das Abendessen wird folgender Plan gefasst: Wir wollen in der "Latteria di Livigno"  (s. vorgestern) eine Vorspeisenplatte mit Käse- und Schinkenvariationen zu uns nehmen, dazu ein Rotwein aus der Region,  Nach dem Essen kaufen wir im "Hofladen" diverse Käsesorten, decken uns mit frischer Milch und Joghurts ein ... Proviant für die kommenden Tage. Frischer, authentischer, regionaler können keine Lebensmittel sein.

Wie klingt der Abend aus?  Müde und ermüdet von irgendeinem ZDF Krimi. Warum schauen wir solch einen Film nur, wissend, dass diese Art der Unterhaltung vergeudete Zeit ist.

Sonntag, 11. März

Heute Morgen schneit es wiederum leicht. Während Christina  sich gegen 10.00h auf den Weg zur Chiesa Santa Maria macht - Messe um 10.30h - bereitet Dieter das Frühstück vor und durchforstet Reiseberichte im Internet, denn morgen soll die Fahrt weitergehen.

Christina hat die einstündige Messe gefallen. Zwar war alles in italienisch (logischerweise), aber die Liturgie ist ja bekannt.

Wie verbringen wir den Rest des Tages?  Das Wetter macht einen Strich durch unsere Pläne, denn eigentlich möchten wir eine lange Wanderung Richtung Talende machen, jedoch wird aus dem anfänglichen Schneefall - REGEN!  Also fahren wir nachmittags lediglich mit dem Bus in den Ort und suchen einen großen Duty Free Laden auf. Diverse Getränkeflaschen, etwas Kosmetik und einige landestypische Geschenke für die Daheimgebliebenen wandern in den Rucksack.  Warum ärgert sich Christina wieder? Sie hat vergessen, den Rabattgutschein von 5% an der Kasse vorzulegen (befindet sich immer noch im Portemonnaie). Naja - diese 5 € machen uns nicht dramatisch ärmer.

Es ist früher Abend, als wir das heutige Essensziel aufsuchen: Pizzeria Rusticana. Eine Empfehlung unses Livigno-Kenners vom CP, unserem Nachbarn aus GT.  Die Empfehlung ist ein Volltreffer ....  ein knackiger, frischer Salat, schmackhafte Pizza Quattro Formaggi, abgerundet durch einen leckeren Vino della Casa.

Im Fernsehen läuft abends auf WDR die Sendung "Wunderschön", eine Reportage von Tamina Kallert über Ibiza. Auch äußerst interessant und informativ.

 

Hier geht es zu Teil 2 - Südtirol mit dem Schnalstaler Gletscher, den Dolomiten und schließlich dem Antholzer Tal.