Teil 1:                      Über den  Lago Maggiore  und die  Cinque Terre  auf die Insel Elba

Über den Gotthardpass zum Lago Maggiore

eine entspannende Anreise

 

Cinque Terre

fünf Dörfer  -  fünf kleine Welten

viel Tourismus, aber trotzdem schön

Isola d´Elba

Entspannung mit Strand und Bergen

Lago di Trasimeno
Lago di Trasimeno

Cinque Terre und Toskana im September     -    die Vorbereitung              Stand:  1.8.2018 

So langsam beginnen die Vorbereitungen für den nächsten Wohnmobil-Urlaub. Auf der Caravanmesse in Düsseldorf Ende August werden wir uns ausführlich über unser nächstes Reiseziel -Cinque Terre & Toskana- informieren. Dann wird eine "grobe" Reiseroute festgelegt und Mitte September kann es dann losgehen:  vielleicht wieder an den Lago Maggiore zur Zwischenübernachtung? In der Toskana gibt es noch so viele Ziele, die wir im vergangenen Herbst nicht besuchen konnten. Vielleicht schauen wir uns Lucca an?  Unbedingt  noch einmal nach Florenz und Siena!  Ob ein Badeurlaub auf Elba auch noch möglich ist? Ein mehrtägiger Abstecher nach Rom wäre ebenfalls  nicht zu verachten!  Na- ob sich das alles vereinbaren lässt?  Wir werden sehen. 

Auf jeden Fall gibt es etwas Neues, Aufregendes, denn wir werden diese Reise mit zwei Wohnmobilen bestreiten - Freunde aus dem Sportverein haben ein Wohnmobil gemietet und stürzen sich das erste Mal in ihrem Leben in ein Wohnmobil-Abenteuer.


Es geht los!

 Freitag, 14. Sept.  - Samstag 15. Sept.       Die Anfahrt

Es ist nun über zwei Monate her, dass wir unsere  Russlandreise beendet haben.  Es ist also höchste Zeit  für eine "artgerechte" Haltung des Reisemobils zu sorgen, und das bedeutet: REISEN!

Die letztjährige Fahrt in die Toskana hat noch so viele Ziele offen gelassen, dass wir unbedingt noch einmal dort hin müssen.  Es gibt also neue Ziele und es gibt eine weitere Neuerung - wir fahren mit zwei Wohnmobilen.  Freunde aus  dem Fußball-, Kegelverein ( Mary & Gisbert ) haben sich ein Wohnmobil gemietet und wollen sich als völlige Campingneulinge in das Abenteuer stürzen.  Na - das kann ja was geben!

Gestern fand bei einem Bochumer  Reisemobilhändler die Übergabe bzw. die Einweisung statt:  eineinhalb Stunden dauerte diese Prozedur, dann waren Gas, Wasser, Elektrik, Kühlschrank, Heizung, Satellitenanlage, Toilette, ......   erklärt.  

Der Abend wurde zum Einräumen des Gefährtes genutzt und heute um 12.00h  kann es losgehen. 

Wo landen wir nach 340 Kilometern?  In  Bad Dürkheim!   Und so verläuft die Fahrt:

Abfahrt gegen 12.00h  über die  Autobahn A45, A5, mit viel LKW-Verkehr und Umleitungen. Wegen des Volksfestes in Bad Dürkheim ist der Womostellplatz überfüllt, so dass wir auf den 2 km entfernten Knaus Caravan Campingplatz ausweichen müssen, der allerdings auch einen vorgelagerten Womostellplatz hat. Abends gehen wir in das dazu gehörige Restaurant, das Gasthaus Almensee, genießen Lachstartar mit Rösti, Forelle Finkenwerder Art und Paprika- bzw. Jägerschnitzel. Dazu gehört natürlich ein leckerer Pfälzer Wein.  Zurück am Womo gibt es noch einen "Absacker"  (oder zwei)  und dann fallen die beiden Wohnmobilbesatzungen todmüde in ihre Betten. 

Hier einige Bilder  vom Stellplatz:


Übernachtung:   Stellplatz am Knaus Caravan Park                                                                                                  Strom + E +V

                                In den Almen 1, 67098  Bad Dürkheim                                                                                          Gebühr:     14 €

                                                                                                                                                                                              gef.  km:     340


Samstag, 15. Sept.

Heute morgen um 10.00h geht die Fahrt weiter.  Was haben wir uns als Ziel auserkoren?  Statt durch den 17 km langen Tunnel wollen wir den Gotthardpass erklimmen und auch dort oben übernachten.  Das Navi weist 420 km aus.   An der Schweizer Grenze müssen wir kurz anhalten und die Schwerlastabgabe entrichten, aber dann kommt schon bald der Vierwaldstätter See und schließlich das Örtchen Göschenen, wo wir die Autobahn verlassen und auf den Pass zusteuern.  Als das Ziel erreicht ist, gibt es erst einmal ein "Begrüßungsgetränk" in der Sonne. Anschließend erfolgt ein kleiner Spaziergang auf der Passhöhe, eine Bratwurst vom Grill für 5,50€ und dann treibt uns der Wind zurück in die Womos. Woher nehmen die beiden Frauen nach dem Abendessen nur die Energie zu einem fast zweistündigen Spaziergang?  Naja - wenn es der Gesundheit zuträglich ist.    Die dünne Bergluft hier auf 2100m Höhe zeigt allerdings ihre Wirkung:  recht früh verabschieden sich die beiden Wohnmobilbesatzungen zur Nachtruhe.

Sonntag,  16. Sept. - Montag, 17. Sept.                        Faulenzen am Lago Maggiore

Als wir heute morgen aufwachen, ist kaum etwas zu sehen. Der gesamte See, die Berghänge sind in dicken Nebel gehüllt. Da hilft nur ein starker "Wachmachkaffee" und dann ab ins Tal auf die Autobahn Richtung Bellinzona und dann weiter über Locarno an den Lago Maggiore.

Dank der Reservierung stehen wir schon nach kurzer Zeit auf dem Stellplatz direkt am See - mit wunderbarem Ausblick!

Zum Abendessen besuchen wir das zum CP gehörige Restaurant und lassen es uns bei "Primi Piatti" sowie "Secundi Piatti" und natürlich bei einem "vino rosso" gut gehen.

Sonne und Wolken wechseln sich heute am Montag ab. Wie beginnt ein Erholungstag am Lago Maggiore?  Natürlich mit dem morgendlichen Schwimmen im recht warmen Wasser  (vielleicht so 22°) und einem anschließenden Frühstück.  Etwas gefaulenzt wird selbstverständlich auch!

Aber man kann ja nicht nur den ganzen Tag vor dem Womo sitzen und aufs Wasser schauen, nein, wir raffen uns zu einem  Spaziergang in den nahen Ort Fariolo auf. Fariolo ist recht überschaubar, hat eine kleine Hafenpromenade, eine Kirche, schmale Gassen mit den schönen typischen alten Häusern und Balkonen sowie einen kleinen Supermarkt, in dem wir uns den ersten italienischen Schinken und eine Orange gönnen. Wofür benötigen wir die Orange?  Na - in einen Aperol Spritz gehört doch unbedingt eine Orangenscheibe!

Am späten Nachmittag baut Dieter den Grill auf, Frikadellen stehen auf dem Speisenplan. Christina bereit einen frischen Salat zu und Maria ist für die Krönung des Essens zuständig: den berühmten Suderwicher Kartoffelsalat!  Der Abend klingt bei einem Gläschen "vino rosso" aus.


Übernachtung:   Camping Conca d´Oro                                                                                                                      Strom + E +V

                                 www.concadoro.it                                                                                                                            Gebühr:     31 €

                                 via 42  Martini 26,  28835  Feriolo di Baveno                                                                               gef.  km:     340


Dienstag, 18. Sept.  -  Donnerstag, 20. Sept.           Cinque Terre

 Heute ist wieder ein Reisetag. Nach zwei Tagen am Lago Maggiore folgt das erste große Ziel der diesjährigen Reise: Cinque Terre in Ligurien.  Am frühen Nachmittag erreichen wir ohne größere Probleme den Küstenort Levanto. Wie kann und darf ein Campingplatz nur heißen, wenn man diese Gegend bereist? Natürlich "Camping 5 Terre"!  Bilder gibt es wegen des Fahrtages wenige, lediglich einige Aufnahmen vom Sonnenuntergang am Hafen.

Im Bahnhof von Levanto kaufen wir die für zwei Tage gültige  "Cinque Terre Card", die  alle Zug- und Busfahrten und die Wanderungen beinhaltet.  In wenigen Minuten bringt uns der Zug von Levanto nach Vernazza, das als eines der schönsten Orte in den Cinque Terre gilt.  So steht es in einem Reiseführer: 

Vernazza
Die alte Vulnerla hat noch das Aussehen einer mittelalterlichen Ortschaft und ihre Meerestraditionen sind die ältesten der Cinque Terre.
Die hohen Häuser bilden ein Anphitheater um eine kleine Bucht: die Verteidigungsmauer und der alte Turm des Schlosses überragen die Häuser. Die Steigung zu dem Schloss ist ganz vielfältig: die dunklen Carrugi (enge Gassen), die steigen Arpaie (enge Freitreppen), kleine Nische mit Votivstatuetten über den Türen des Hauses. Vor der Kirche Santa Margherita di Antiochia, mit dem achteckigen Kirchturm, gibt es alte Bogengänge und kleine Läden.
In Vernazza halten die Boote, die von Portovenere bis nach Monterosso führen

 

Wir schlendern entlang der Hauptstraße zum Hafen, besichtigen die Kirche, steigen hinauf zum Wehrturm und schlängeln uns durch die Menschenmassen.

Es ist heiß heute, schwitzig, und deshalb wird die Entscheidung getroffen, auf die  zweistündige Wanderung nach Corniglia zu verzichten und stattdessen wiederum den Zug zu nehmen. Ein Shuttlebus bringt uns dreihundert Meter bergauf ins Dorf. Wir finden schöne enge Gassen, kleine Boutiquen und schließlich vom Hauptplatz einen traumhaften Blick übers Wasser auf die umliegenden Dörfer.

Wieder schreibt der Reiseführer:

Corniglia
Der mehr einem Bauerndorf als einer Fischersiedlung ähnelnde Ort ist zugleich auch der einzige, der nicht direkt vom Meerumspült wird, sondern auf einem Gebirgsvorsprung errichtet ist.
Die ihn umgebenden Hügel sind auch hier mit Weinreben und Olivenbäumen bebaut, und so ist es selbstverständlich, auf Bauersfrauen zu treffen, die die "Cian" (terrassenförmig angelegte Weinberge) hinauf- und hinabsteigen, auf ihren Köpfen die Last schwerer Körbe.
Der erste, nach Vernazza führende Wegabschnitt wird von einer hohen, Schatten spendenden Natursteinmauer gesäumt, die gleichzeitig Schutz vor den heftigen Meereswinden bietet: er schnürt sich durch die Haine verwachsener Olivenbäume und steigt schließlich bis zu den mit Steineichen und Schirmkiefern bestandenen Hügeln empor.
Auf der Hälfte des Weges kann man auf einem Wanderpfad das Meer und den schönen, einsamen Strand von Guveno erreichen.

 

 

Donnerstag

Was steht heute auf dem Programm?  Nachdem wir gestern die zwei Dörfer Vernazza und Corniglia erkundet haben, sollen heute die restlichen drei Dörfer der Cinque Terre besucht werden. Der Plan sieht folgendermaßen aus: mit dem Zug  wiederum von Levanto aus nach Riomaggiore, dem letzten und südlichsten Ort.  Der Reiseführer aus dem "Reise Know-How -Verlag" schreibt Folgendes: "...Wie LegoTürme stapeln sich die zum Teil nur ein oder zwei Achsen schmalen Häuser zu beiden Seiten der engen Schlucht hinauf. ... Ein buntes Gewirr ungewöhnlich hoher Häuser  steht dicht gedrängt. ..."   Und weiter:

Riomaggiore
Wurde an der Mündung des Appenninischen, von den Römern "Rivus Major" genannten Sturzbaches errichtet; Der Bach verläuft heutzutage unterirdisch. Der Überlieferung nach soll der Ort im 8. Jahrhundert gegründet worden sein, als eine Gruppe aus dem vom byzantinischen Kaiser Leo III. Verfolgten Volke der Achäer sich an die Ort flüchten konnte. Eine schöne Wanderstrecke beginnt gleich oberhalb des Ortes und führt zum Heiligtum der Madonna del Monte. Nero bietet eine herrliche Aussicht auf die Cinqueterre.

Wir spazieren die Hauptstraße Via Christoforo Colombo hinauf, gehen durch schmale Gassen zur genuesischen Festungsanlage und genießen von hier oben die Aussicht auf die Dächer der Stadt, das Meer, den Eisenbahntunnel. 

Die nachfolgenden  Bilder geben vielleicht einen kleinen Eindruck wieder:   

Anschließend wieder mit dem Zug zurück nach Manarola.

Manarola
Auf einem steil über das Meer emporragenden Felsmassiv liegt Manarola, ein dicht zusammengewürfeltes Vielerlei an bunten Häusern, nahezu alle mit der typischen, "Cassola" genannten Dachterrasse, auf der nach der Weinernte im September die erlesensten Weintrauben ausgebreitet werden; aus diesen wird der berühmte Sciacchetrà- Wein gewonnen. Wie geschehen in Riomaggiore so ist auch hier der Wildbach inzwischen unter die Erde verbannt worden; sein Verlauf bildet die Haupstraße des Ortes, die in der charakteristischen, dem Fels abgerungenen Bucht endet; hier werden Die Boote noch ans Ufer getragen.
Der schachbrettartige Kirchplatz der Pfarrei San Lorenzo, im oberen Teil des Ortes, verwandelt sich häufig in ein munteres Sportfeld der einheimischen Jugend. Es lohnt sich, einen Abstecher zu den beschaulichen Ortschaften Groppo und Volastra zu machen.
Ein halbstündiger Aufstieg auf einem an Rebstöcken und uralten Olivenbäumen vorbeiführenden Wanderpfad führt auf die Anhöhe von Volastra, wo die laue Luft und die baumbestandene Grasfläche vor dem Santuario della Madonna della Salute dazu einladen, sich vom herrlichen Panorama verzaubern zu lassen.

 

In Manarola  besteigen wir ein Boot, das uns die bisher besuchten Dörfer von der Meeresseite her bewundern lässt. Wir schauen auf Corniglia, Vernazza und beenden die Bootstour in Monterosso al Mare. Der Besichtigungskreis hat sich also geschlossen.  

Monterosso
Ist seit einiger Zeit über eine Landstraße von Levanto aus zu erreichen. Monterosso ist sicherlich der am meisten aufgesuchte Ort der Cinque Terre. Vom Kapuzinerkloster, besser noch vom höhergelegenen antiken Castello dei Fieschi, heutzutage Friedhof, genießt man eine überwältigende Aus- und Fernsicht auf einen weiten Küstenabschnitt: zur einen Seite die Steilhänge der Punta Masco, beherrscht von den Ruinen der Skt. Antonius-Abtei, zur anderen die rebenbestandene Steilküste mit Vernazza, Corniglia und Manarola, bis hin zum Kap Monte Nero.
Von Monterosso aus gelangt auf einem angenehmen Wanderwege zur Madonna di Soviore, Liguriens ältestem Heiligtum. Laut Überlieferung geht es aufs 11. Jahrhundert zurück, als die den Langobardeneinfällen unter Rotar entronnenen Menschen sich an diesen Ort zurückgezogen hatten und in der Folgezeit Monterosso gründeten: natürlichen Ursprungs (um sie wiederzufinden, fragen Sie nach Colle Maddalena und Costa Lapau).
Das Unterholz ist reich an mediterranen, aber auch an mitteleuropäischen und atlantischen Pflanzenarten.

 

 

Später, zurück auf dem CP in Levanto, wird gegrillt und bei einem Gläschen Wein lassen wir die zwei Tage revue passieren:  fünf beeindruckende Dörfer haben wir erlebt, jedes mit seinem eigenen Charm und Charakter, Häuser waghalsig auf Felsen gebaut. Wir haben allerdings auch Menschenmassen erlebt, die sich durch die schmalen Gassen drängen, überfüllte Züge und Busse!  Ein Geheimtipp sind die Cinque Terre schon lange nicht mehr, aber man muss mal hier gewesen sein. 


Übernachtung:   Camping  5 Terre                                                                                                                                Strom + E +V

                                Loc. Sella Mereti,  19015 Levanto                                                                                                   Gebühr:     34 €

                                                                                                                                                                                              gef.  km:  298 


Freitag, 21. Sept.  -  Samstag, 22. Sept.                      Florenz - eine Anreise mit Schrecken

Freitag, 21. September

Nach drei Tagen verlassen wir die Cinque Terre und steuern das nächste Ziel an - Florenz  /  Firenze.

Christina und Dieter waren zwar im vergangenen Jahr schon hier und haben die "Wiege der europäischen Kultur" mehrere Tage lang erkundet, aber in Florenz entdeckt man immer etwas Neues, Aufregends.  Bei Maria und Gisbert ist der Florenzbesuch auch schon 15 Jahre her, Grund genug, die alten Eindrücke aufzufrischen. 

Eine Anfahrt mit Schrecken!  Die 185 km bis Florenz sind auf der Autobahn schnell geschafft, vorbei an La Spezia, Carrara, Lucca (heben wir uns für die Rückreise auf) und dann erreicht uns an der Stadtgrenze von Florenz ein Telefonanruf von Maria und Gisbert, die direkt hinter uns fahren:  der Motorroller-Träger hängt rechts dramatisch tief!  Also anhalten und den Schaden begutachten. Der Träger hängt rechts nur knapp über dem Boden - die Halterung ist gebrochen / herausgerissen! Herjeh! - Was tun?  Erst einmal den Roller vorsichtig abbauen - der Träger hängt nun logischerweise nicht mehr so tief -  man könnte also fahren.  Dieter plaziert den Roller auf einem Parkplatz und dann fahren beide Womos vorsichtig zum Campingplatz.  Hier wird der Schaden erneut begutachtet und nach einer Lösung gesucht.  Gottseidank ist Gisbert "vom Fach", d.h. Spezialist in Sachen Stahlbau.  Und so sieht die Lösung aus: ein Taxi muss her - der Fahrer bringt uns zu einem Metallwarengeschäft, wo wir eine Gewindestange, entsprechende Muttern und diverse Unterlegscheiben kaufen. Anschließend lassen wir uns zum deponierten Motorroller bringen und fahren so zurück zum Camping! Nach einer Stunde Arbeit haben wir  (Gisbert) die Halterung fixiert und repariert. Die ganze Konstruktion macht einen soliden Eindruck und wir glauben, dass wir unsere Reise fortsetzen können und (noch) keine Spezialwerkstatt aufsuchen müssen.

Samstag

So sieht der heutige Plan aus:  Maria & Gisbert fahren mit den Rädern entlang des Arno in die Stadt, zuerst hinauf auf die Piazzale Michelangelo mit der oberhalb liegenden Kirche San Miniato al Monte, anschließend die weiteren Sehenswürdigkeiten, Ponte Vecchio, Piazza della Signoria, Palazzo Vecchio, etc.     Christina & Dieter bewegen den Roller in die Stadt und steuern ein Ziel an, das sie im vergangenen Jahr nicht realisieren konnten - die Galleria dell´Accademia.  Hier ist der "Original-David"  Michelangelos zu bestaunen, aber ebenso zahlreiche andere Skulpturen des Meisters sowie Werke weiterer  toskanischer Künstler.

 Zwei Stunden Museum sind natürlich anstrengend,  also muss eine Erfrischung her - Wir fahren zum Duomo, wo wir uns in einer Bar niederlassen. Hier nehmen wir wieder Kontakt mit unseren Reisegefährten auf, die auch alsbald eintreffen. Die Erfahrungen werden ausgetauscht. Gemeinsam bestaunen wir den Duomo und  das Baptisterium mit seinen berühmten Portalen und genießen ein "biologisches" Eis in der Gelateria Eduardo.  Was können wir noch tun?  Die Boboli-Gärten wären ein weiteres interessantes Ziel - leider schließen die Gärten in einer 3/4 Stunde, ein ausgiebiger Besuch würde sich nicht mehr lohnen. So haben wir auch beim nächsten Florenzbesuch eine weiteres Ziel.


Übernachtung:   City-Camping Firenze                                                                                                                        Strom + E +V

                                Via G. della Chiesa 1-3                                                                                                                      Gebühr:     35 €

                                                                                                                                                                                              gef.  km:    184


Sonntag, 23. September                            Siena

Es gibt keineToskanareise  ohne einen Besuch von Siena. Nur 75 km von Florenz entfernt, erreichen wir diesen toskanischen Traum schon um die Mittagszeit.  Wir installieren uns auf dem recht schönen CP "Colle Verde" (grüne Hügel) und fahren mit dem öffentlichen Bus ins Zentrum. Ein zehnminütiger Spaziergang führt uns hinauf zum Duomo, den wir natürlich ausführlich von außen und von innen bestaunen.

Dann - Christinas Lieblingsplatz in Europa:  il Campo.   Hier lassen wir uns in einer Bar nieder, schauen auf diesen muschelförmigen Platz, beobachten die Menschen, sammeln Eindrücke und ... sind froh und glücklich, hier zu sein.


Übernachtung:   Camping Colle Verde                                                                                               Strom + V + E

Gebühr:   35,50 €

gef. km:    72

Montag, 24. Sept.  -  Sonntag, 30. Sept.                       Elba - ein neues Ziel

Ein neues Ziel wartet heute auf die zwei Wohnmobilbesatzungen:  die Insel Elba!  Aber vorher besuchen wir (wie schon im vergangenen Jahr) die Olivenplantage Punto Natura kurz hinter Roccostrada. Hier decken wir uns mit etlichen Litern Olivenöl , lassen uns vom "Principale" über die Produktion des Olivenöls informieren und  besichtigen die Ferienwohnungen, die er anbietet. U.a. zeigt er uns das Atelier und einige Exponate seiner Partnerin.

Es ist nicht mehr weit bis Piombino, dem Fährhafen zur Insel Elba. Das Ticket (78€, 2 Personen, Womo bis 7.50m, einfache Fahrt) zu kaufen und in den riesigen Bauch des Fährschiffes zu fahren, dauert nur wenige Minuten und nach einer 45-minütigen Überfahrt landen wir in Porto Ferraio.  Als Campingplatz hatten wir einen CP im 15 km  entfernten Porto Azzuro ausgesucht, leider sind wir nicht erfolgreich - die Stellplätze sind für Womos unserer Größenordnung zu klein. Netterweise und Gottseidank  ist die Dame an der Rezeption sehr hilfreich und telefoniert mit einem CP nur fünf km entfernt - -Le Calanchiole. 

 

Gestern Abend zogen dunkle Wolken auf und der recht starke Wind blies die Fichtennadel auf das Womodach. Doch heute morgen beim Blick aus dem Fenster stellen wir fest - es ist windstill und die Sonne scheint. Wie starten wir also diesen Morgen? Wir gehen schwimmen!  Erstaunt, fast erschrocken sind wir über das Wasser: die Temperatur des Wassers mag vielleicht noch 25° betragen und es ist glasklar. So ein schönes "Schwimmbad" hatten wir schon lange nicht mehr. Mehr als eine halbe Stunde schwimmen wir hin und her, betrachten vom Wasser aus den Strand, die mit Schirmpinien bewachsenen Felsen.

Natürlich haben wir uns demnach ein üppiges Frühstück verdient und beschließen, den Tag am Strand zu verbringen. Von unserem Stellplatz aus sind es lediglich 50 Meter, also keine Problem, den Liegestuhl und die Strandtücher zu transportieren. Achja - die Sonnencreme nicht vergessen.

Was wird heute Abend gegessen? Nun, unsere Freunde erstehen bei einem Händler, auf dem Campingplatz  eine stolze, große Dorade, Christina und Dieter entscheiden sich für den Besuch des drei Km entfernten Porto Azzuro. Nach einem Bummel durch den Ort lockt ein Restaurant / Pizzeria am Hafen. Ein hauchdünner Teig aus dem Holzkohleofen, was will man mehr?

Strandtage auf dem Camping Calanchiole

Wir wollen dieses tolle spätsommerliche Wetter genießen - bei Strand, Sand, glasklarem Wasser (immer noch ca. 24° warm). Immer wieder gehen wir in Abständen ins Wasser, um uns abzukühlen, in der Mittagszeit mal ein kleiner Snack am Womo (sind ja nur 50 Metervom Strand) und es wird viel gelesen. Für den Abend treffen wir folgende Absprache: mit dem Taxi lassen wir uns nach Porto Azzuro bringen und lassen uns nach einem kleinen Spaziergang durch die Gassen in dem Fischrestaurant "...."  mit einer maritimen Vorspeisen- sowie einer Fisch-Grillplatte verwöhnen. Gegen 21.00h bringt uns das Taxi zurück zum CP, wo es noch einen kleinen "Absacker" gibt.

Heute ist ein Tag für Aktivitäten! Woher nehmen Maria & Gisbert nur die Energie, um zu einer mehrstündigen Wanderung nach Porto Azzuro aufzubrechen. Als sie gegen 16.00h wieder zurück sind, gibt es viel Abenteuerliches zu berichten.  Christina & Dieter hingegen sind bequemer - sie bewegen den Roller in das 4 km  entfernte Bergdorf Capoliveri. Donnerstag ist Markttag und so erstehen wir  diverse Gemüse für das abendliche Essen. Kann Christina über einen Markt gehen, ohne ein Kleid zu kaufen?  Kann sie nicht! So wandert also ein weiteres farbenfrohes Strandkleid in die Einkaufstasche.   Erstaunlich ist, dass manche Markthändler ihre Ware mittlerweile auch auf Russisch anbieten.  "не дорого - nicht teuer"  steht auf dem Schild.

Nun aber heißt es, Capoliveri zu erkunden.  Malerische Häuser in engen Gassen und diverse Boutiquen  sind der Garant für einen Touristenmagneten. Welche Boutique hat es Christina besonders angetan?  "Aqua dell´ Elba" offeriert Parfum und Eau de Toilette - einen leichten Duft von der Insel  - eingefangen in einem kleinen Gläschen.  Von der Aussichtsplattform auf der Piazza Mateotti hat man einen traumhaften Ausblick über die Insel - sogar Korsika lässt sich am Horizont erahnen.  Was erahnt Christina noch?  In der nahen Bar gibt es einen erfrischenden Aperol Spritz.

Samstag, 29. September  -  Sonntag 30. September

Es scheint, als ob der Sommer sich nicht verabschieden möchte.  "wetter.de"  prognostiziert 27° Lufttemperatur, elf Stunden Sonnenschein - die Wassertemperatur bleibt eh bei 24°. Was bedeutet dies für uns? Keine Wanderung, keine Tour mit dem Motorroller, keine Besichtigung, sondern ein "fauler" Strandtag ( oder zwei ). Um den Sonnenschein erträglich zu halten, gönnen wir uns am Strand jeweils eine Liege mit Sonnenschirm. Solch einen Luxus hatte Dieter eigentlich noch nie! Also starten wir nach dem Frühstück zu einem monotonen, "langweiligen" Strandtag. Natürlich gibt es auch einige Unterbrechungen dieser"Langeweile", als Dieter pünktlich um 12.00h mit vier kleinen Gläsern und einer Flasche "Erfrischung" an den Liegen erscheint. Und, siehe da,  rechtzeitig zum Sonnenuntergang gibt es eine weiteres Fläschchen Sekt!

Im Folgenden einige wenige Bilder vom Strand, unserer kleinen Bucht.


Übernachtung:          Camping Le Calanchiole                                                                                                               V + E + Strom

www.lecalanchiole.it                                                                                                                     Gebühr:  24,50€

Loc. Le Calanchiole,  57031  Capoliveri                                                                                      gef. km:   165