Spanien / Portugal    Teil 4

von Sevilla bis Cadaques

Welcome back!  Wilkommen zurück in Spanien!

14. März                   Sevilla

Früh starten wir heute Morgen. Noch ein kurzes Gespräch mit unserem Wanderer, der die Nacht in seinem Schlafsack gut überstanden hat. Dass er um eine kleine finanzielle Unterstützung "fragt", hatten wir schon erwartet.

Nach zwei Kilometern überqueren wir auf der wirklich imposanten Brücke den Grenzfluss nach Spanien. 145 Kilometer bis Sevilla – das geht zügig, zumal wir stets auf der Autobahn fahren. Das Navi ist für folgenden Stellplatz programmiert: Calle de Puerto Gelves, der Yachthafen am Guadalquivir. Die Einfahrt zum Hafenbereich ist etwas tricky, aber nach einer "Ehrenrunde" stehen wir dann endlich mit schönem Blick auf Wasser und Hafen.

"Lass uns heute mal wieder mit den Rädern fahren", sagt Christina. "Es sind ja nur acht Kilometer bis zum Zentrum". Gesagt, getan, aber die acht Kilometer ziehen sich. Über die Puente de las Delicias, vorbei am Aquarium,  nähern wir uns dem Zentrum, den Top Sehenswürdigkeiten. Man kann sie nicht übersehen, die "Catedral Santa Maria de la Sede" mit dem 92 Meter hohen Glockenturm "Giralda" – das Wahrzeichen der Stadt. Im frühen Mittelalter noch Moschee und die Giralda war das Minarett.

Gleich nebenan die "Reales Alcazares", der mehr als 700 Jahre alte Palastkomplex, nach der Reconquista Residenz der spanischen Könige. Die Besucherschlange mag sicherlich hundert Meter lang sein, ein Ticket hätte man vielleicht online kaufen sollen. Bei einem nächsten Sevilla Besuch werden wir bestimmt die Paläste und die Kathedrale genau "unter die Lupe" nehmen. Jetzt aber - ein wenig hungrig und durstig - "verlieren" wir uns im Barrio de Santa Cruz, früher das jüdische Viertel der Stadt, heute ein Quartier, in dem das Leben pulsiert. Enge Gasssen, kleine Plätze mit Bars und Restaurants. Fast an jedem Tisch wird Sangria getrunken, natütlich auch an unserem Tisch. Die hausgemachten Kroketten passen hervorragend dazu.

 Wir könnten noch so viele weitere Sehenswürdigkeiten aufsuchen, werden nun aber Zeuge eines Umzuges diverser Folklore Gruppen, die mit lauter Musik und Tanzgruppen entlang der Hauptstraße Avda. De la Constitucion ziehen.

Nun aber zurück zum Wohnmobil, dunkle Wolken ziehen am Himmel auf. Entlang des riesigen Parks "Maria Luisa" schaffen wir auch noch den Rückweg, im Mercadona nahe des Hafens gibt es natürlich  einige Leckereien und dann ... sind wir geschafft!

Im Hafenrestaurant wird noch lange gegessen und getrunken und gesungen und gefeiert – die Gäste kommen nicht nur mit dem Boot, nein – auch das Pferd scheint ein gängiges Transportmittel.


 

 

Sonntag Morgen,  13. März

 

Auf dem Weg nach Ronda

"Welch herrliche Landschaft!" Christina lässt ihrer Begeisterung freien Lauf, als wir auf der Schnellstraße von Sevilla nach Ronda entlang grüner Felder, endlos langer Olivenhainen durch eine hügelige, Toscana ähnliche Landschaft fahren. Auf den letzten fünfzig Kilometern wird die Strecke gebirgiger, aber nicht minder schön.

 

 

In Ronda haben wir uns den Campingplatz "El Sur" ausgesucht und eine gute Wahl getroffen. Schon die Zufahrt mit Rezeption und angrenzendem Restaurant sehen einladend aus. Familien sitzen draußen an nett gedeckten Tischen und essen zu Mittag.

 

 


Warum fahren wir eigentlich nach Ronda?   Nun, folgende Internetseite klärt auf:       https://www.andalusien-tour.com/ronda

"Ronda, die Stadt, die auf einem beeindruckenden Felsplateau thront, gehört in Andalusien auch als Kleinstadt in mehrfacher Hinsicht zu den Großen. Sie reiht sich ein in die Liste der „weißen Dörfer“ und hat schon bedeutende Literaten wie Rainer Maria Rilke und Ernest Hemingway mit ihrem Zauber zu langen Aufenthalten verführt.

Als Inspiration stand Ronda auch Prosper Mérimée gewissermaßen Pate für seine Novelle „Carmen“, nach der dann das Libretto zu der am meisten gespielten Oper „Carmen“ von George Bizet entstand. Das ist kein Wunder, denn die Atmosphäre der Stadt bringt nicht nur Poeten ins Schwärmen. In Ronda befindet sich zudem eine der ältesten und am besten erhaltenen Stierkampfarenen des Landes.

Typisch für Ronda sind die weißen Häuserfronten. In den malerisch verwinkelten und schmalen Gassen lassen sich die Häuserwände fast gleichzeitig mit den Händen greifen. Die Stadt besticht zudem durch die wunderschöne Altstadt sowie die direkte Lage an der Schlucht. "

 

Diese 160 Meter tiefe Schlucht wird überspannt von der "Puente Nova", bereits 1793 erbaut, die somit beide Stadtteile verbindet. Auf dieser Brücke trifft man sich, hier wird fotografiert, hier wagt man / frau einen Blick in die Tiefe.

 

Ronda ist nicht nur Brücke und Schlucht, am Hauptplatz der Altstadt La Ciudad bestaunen wir die Kathedrale Santa Maria la Mayor. Wie viele andere Kirchen ehemals als Moschee gebaut, erhielt sie später als äußerst ungewöhnliche Fassade eine Loggia. Palacio Mondragon und Iglesia de Nuestra Seniora de la Paz runden den Hauptplatz ab.  Immer wieder auch schöne Patrizierhäuser mit attraktiven Balkonen.

Die kleine Flamenco Tänzerin wohnt in einem Kiosk.

 

Auf der Rückfahrt mit dem Motorroller passieren wir die Plaza de Toros, die ältetste Stierkampfarena Spaniens. Wie auch immer man zu Stierkampf steht – die Arena und das angrenzende Museum wollen wir uns morgen doch ansehen.

Nun aber zurück zum Camping, etwas ausruhen, denn unser Abendessen wartet im Restaurant.    Nettes Ambiente, Stofftischtuch und Stoffserviette – wo gibt es das denn heute noch? Eine frische hausgemachte Paella mit einem Rotwein aus der Region – es passt!   Am Nebentisch ein englisches Paar, Julie und Steve, mit dem wir ins Gespräch kommen und bezüglich Stellplätzen austauschen.


Von Ronda nach Almeria

 

Um 21.00h fängt es gestern abend an zu regnen. Um 13.00h heute mittag regnet es immer noch. Darf man dies einen Dauerregen nennen? Was macht man während des Dauerregens und einem gleichzeitigen Temperaturrückgang? Die Heizung muss das Womo aufwärmen, es wird Hausarbeit verrichtet, Kochstelle gereinigt, Teppich gesaugt, Wäsche gewaschen, der Roller wieder auf der Rollerbühne fixiert und anschließend Körperpflege betrieben.

An den gestern angedachten Besuch der Stierkampfarena ist nicht zu denken. In einer Regenpause nimmt Dieter die Kamera und versucht den Schnee auf dem ca. zehn Kilometer entfernten Berggipfel einzufangen. 

 

Einige Fotos vom Campingplatz kommen noch hinzu. Auf dem Camping "El Sur" haben wir es wirklich gut angetroffen, 


Brotservice für den Morgen, ein renoviertes Waschhaus mit heißen Duschen und einen ausgezeichneten Camperservice – selbst XXL  Wohnmobile finden hier Platz.

Dienstag, 15. März

Der Wetterbericht bestimmt die Reisepläne für die kommenden Tage – keine Diskussion! Den berühmten Klettersteig "Caminito del Rey" werden wir auslassen, bei Regen und Wind wäre es uns einfach zu abenteuerlich. Außerdem haben wir keine Schwimmflossen an Bord. Schweren Herzens verzichtet Dieter auf den Besuch von Tabernas, einer Wüsten ähnlichen Landschaft, die in den sechziger / siebziger Jahren als Kulisse für zahlreiche Italo Western genutzt wurde. In Fort Bravo gäbe es die Möglichkeit eine Western Show zu bestaunen. "Spiel mir das Lied vom Tod" findet halt erst im kommenden Jahr statt.

Also, wir wollen heute "Kilometer machen", gen Norden voran kommen. Von Ronda aus sind es nur fünfzig Kilometer bis Marbella, wo wir auf die Autobahn A7 treffen. Wir umrunden Malaga (nein, keine blöden Witze über unser Lieblingseis) und machen kurz Station in Torre del Mar. Hier gäbe es die Möglichkeit eines Campingplatzes und eines Stellplatzes im Hafen, aber es ist erst 14.00h und so beschließen wir die Weiterfahrt bis Almeria. Unsere englischen Tischnachbarn vom Camping in Ronda haben den dortigen Stellplatz im Hafen in größten Tönen gelobt und sie haben nicht übertrieben. Wir stehen also nun auf dem Parkplatz im Hafen von Almeria , schön umsäumt von Palmen, keine fünf Meter vom Wasser entfernt.

Soweit die angenehmen Nachrichten.

Schon von dem Wetterphänomen "Calima" gehört? "Calima" bedeutet "Dunst"! Ein kräftiges Tiefdruckgebiet über Marokko wirbelt Saharastaub auf und wirbelt ihn weiter auf das Festland. Wir fahren schon den ganzen Nachmittag in eine gelblich rote Wand hinein, mit einer Sichtweite von vielleicht einhundert Metern. Dazu ein starker Wind mit vielen Böen. Also alle erdenklichen Hände ans Lenkrad! Das gesamte Szenario wirkt so irreal, so unwirklich – wie Sonnenfinsternis!

Jetzt stehen wir relativ geschützt im Hafen, aber der Carthago sieht schlimm aus – mit einer rötlich- braunen Schicht überzogen. Hoffentlich finden wir morgen eine Waschanlage!!

Spanien im Saharastaub

Noch einmal Regen in der Nacht, noch einmal eine dicke Schicht Saharastaub. Unser Wohnmobil ist kaum zu erkennen – aber es hilft ja alles nichts! Daher – nach dem morgendlichen Kaffee – brechen wir auf zu einem Spaziergang in das Zentrum von Almeria. Es ist gerade einmal 10.00h und die Geschäfte öffnen. Es klappert auf den Bürgersteigen von Besen und Kehrblech. Auch die städtische Reinigung ist aktiv. Die Mitarbeiter des Riesenrades versuchen, die Gondeln von der rötlichen Schicht zu befreien.


Frühstück ist angesagt, und zwar auf der Halbinsel Cabo de Gata, einem Naturreservat. Ca. zwanzig Kilometer fahren wir durch die allseits bekannten Obst- / Gemüseplantagen, dem berühmten "mare plastico", bis wir auf dem Parkplatz von Cabo da Gata wieder das Meer sehen. Der Ort selber scheint wie ausgestorben, menschenleer, Rollos und Fensterläden in den Apartments geschlossen. Wahrscheinlich wird hier zu Ostern wieder Leben einziehen. Uns erscheint das gesamte Ambiente irgendwie merkwürdig, trist. Ob man hier seinen Urlaub verbringen wollte?

Und nun die Krönung des Tages: Am Ortsausgang von Cabo de Gata, am ersten großen Kreisverkehr, leuchtet das Grün einer BP Tankstelle samt Autowaschanlage mit vier Waschplätzen, wobei Waschplatz 1 keine Höhenbegrenzung hat. Und – ein hohes begehbares Gerüst. Drei Wohnmobile stehen vor uns, aber nach vielleicht einer Stunde sind wir an der Reihe und befreien unseren Carthago von der Sandschicht! Man hätte einen Sandkasten bauen können, soviel Dreck kommt vom Dach und den Seitenwänden.

Wo sollen wir heute übernachten? In einem Internet Reisebericht hat Dieter von einem Stellplatz / Parkplatz in einer Bucht nahe Mazarron gelesen. Cañada de Gallego wird programmiert und am frühen Nachmittag erreicht. Die Fahrt dorthin ist etwas abenteuerlich, denn es beginnt zu regnen, zu schütten, wolkenbruchartig. Die Fahrt auf den kleinen Straßen zum Strand und die Abfahrt hinunter zum Strandparkplatz ist ein Risikospiel – schaffen wir es durch die Pfützen, die Überschwemmungen? Wir schaffen es! Übrigens – für die Nacht ist eine 100 %ige Regenwahrscheinlichkeit prognostiziert.


Entlang der Costa Blanca

Der Regen prassselt bis ca. 02.00h auf das Wohnmobildach. Kaum hört es auf zu regnen, setzt ein starker Wind ein, richtig stürmisch mit starken Böen. Egal ob Regen ohne Sturm, oder Sturm ohne Regen – das Ergebnis ist identisch: kein Schlaf!

Wir nutzen eine Regenpause nach dem Frühstück zu einem Spaziergang entlang der Bucht, entlang des Strandes, um einen Eindruck von unserem Stellplatz zu gewinnen.

Neu einsetzender Regen zwingt uns zurück zum Womo und wir beschließen, unsere Fahrt fortzusetzen. Allein der Weg zurück zur Autobahn AP7 wird wieder abenteuerlich, die starken Regenfälle haben ganze Straßenstücke überschwemmt, aus kleinen Rinnsalen werden kräftige Bäche. Bis an den Türschweller reicht manchmal das Wasser – hoffentlich ist der Asphalt nicht unterspült! Es geht alles gut!

Über Cartagena, quer durch Alicante führt unsere Route. In Torrevieja hätten wir sogar die Chance auf ein preisgünstiges deutsches Schnitzel!     "Jeden Samstag ist Schnitzeltag!"  -  Gut zu wissen!

Wir steuern mehrere Stellplätze an, die jedoch alle voll belegt sind. Also muss es ein Campingplatz werden. Auch dieses Vorhaben ist gar nicht so einfach. Erst in La Vila Joiosa, südlich von Benidorm, werden wir fündig: Camping El Torres. Nett angelegter Platz, terrassiert, relativ neu und eine freundliche Rezeption, die eine spanische Propangasflasche zum Tausch organisiert.

Am Abend gibt es Fußball im TV – wir bleiben in Spanien und schauen Eintracht Frankfurt vs. Real Betis Sevilla.


Entlang der Mittelmeerküste gen Norden

Heute ist Freitag. Seit letztem Montag regnet es. Hatten wir uns die Zeit an Spaniens Ostküste, am Mittelmeer, so vorgestellt? Hmmm.... viel ändern können wir am Wetter nicht.

Trotz des Regens wollen wir uns doch den Strand anschauen. Das Meer  ist aufgewühlt, der Wind ist stark – genau die richtigen Bedingungen für die Surfer, die wir unweit unseres Campingplatzes entdecken.

Fünf Tage Regen = 120 Stunden Regen ...naja, vielleicht waren es auch nur 119 Stunden ununterbrochenes Regenwetter.

Was ist bei diesem Regenwetter für uns das Vernünftigste? Im Womo verharren und den Regen aussitzen? Und wie lange? Oder im Womo sitzen und gen Norden fahren. Wir entscheiden uns für das Fahren, wollen uns allerdings entlang der Küste auf Nebenstrecken diverse Ortschaften bzw. Stellplätze anschauen.

Benidorm wird auf der Umgehungsstraße umfahren, Christina schießt aus dem Fenster heraus einige Fotos als Beweis, dann biegen wir ab nach Altea. Direkt im Hafen, am Strand, ein Wohnmobilstellplatz! Sieht gut aus – vormerken für die Tour im kommenden Jahr. In Gata de Gorgos geht es rechts ab nach Javea – hier decken wir uns im Mercadona noch einmal mit Lebensmitteln ein und tanken den günstigsten Diesel seit Langem: 1,67 € pro Liter ! Denia gefällt uns bei der Durchfahrt recht gut und dann stoppen wir in OlivaCamping Kiko Park bietet einen Stellplatz vor dem eigentlichen Camping. Hier könnte man irgendwann mal durchaus einige Tage länger bleiben - wenn das Wetter mitspielt.

Heute Abend wird getanzt – "Let´s Dance" ist jeden Freitag Pflichtprogramm!


Samstag, 19. März

"Schauen wir uns doch mal wieder eine Stadt an", heißt es am Samstag Morgen. Da kommt nur Valencia in Frage. Aber, wie wir gleich feststellen, Valencia will uns nicht. Der erste Parkplatz, den wir von Süden kommend ansteuern, ist ein vergammelter Caravan Abstellplatz. Also ab in das Zentrum zum Museums- / Ausstellungskomplex "Ciudad de las Artes y las Ciencias". Ein großer Reisebus fährt vor uns in das Parkareal, uns will der Parkplatzwächter nicht hinein lasssen. Stattdessen zeichnet er freundlicherweise einen Parkplatz ganz in der Nähe auf. Entweder ist unser Spanisch zu schlecht, oder seine Zeichnung zu ungenau, oder beides – wir sind nicht erfolgreich. Weiter zum nächsten Parkplatz, den Christina aus dem Internet heraus gefunden hat. Auch hier kein Erfolg, stattdessen gelangen wir auf eine stadtauswärts führende Schnellstraße, die wir wegen Baumaßnahmen für fünf Kilometer nicht verlassen können. Irgendwann biegen wir zu einer Marina ab, suchen einen Frühstücksplatz und beratschlagen. Im Norden muss das Wetter besser sein – schlechter geht eh nicht. Vorbei an Castellon, Benicarlo, Vinaros, durch das Ebro Delta bis fast nach Cambrils führt heute der Weg. Im Internet lockt der Campingplatz Fiesta y Playa, der uns, obwohl etwas rustikal, auf Anhieb gefällt. Wir stehen zwanzig Meter vom Wasser entfernt, hören das Rauschen des Mittelmeeres und bestaunen beim Abendessen die Surfer.

Sonntag, 20. März  -  Frühlingsanfang

Wir bleiben heute noch auf unserem Campingplatz Fiesta y Playa, zumal sich die Sonne ansatzweise zeigt. Zum ersten Mal seit Tagen kommen die Campingliegen aus der Garage. Wir ruhen uns einfach aus, lesen und schreiben den BLOG weiter und nutzen die Trockenheit zu einem kurzen Spaziergang entlang der Bucht, entlang der netten Ferienhäuser und Restaurants (die allerdings bis April geschlossen haben).


Montag, 21. März

Kloster Monserrat

Zusammen mit drei anderen Wohnmobilen stehen wir heute Abend auf dem Busparkplatz der Zahnradbahn "Cremallera de Monserrat", die alle Besucher, alle Touristen hinauf bringt zum Kloster Monserrrat.

 

Gegen 11.00h nehmen wir die 120 Kilometer in Angriff, steuern als grobes Ziel Barcelona an, biegen jedoch auf den letzten vierzig Kilometern nach Nordwesten ab, bunkern unterwegs in einem hochmodernen LIDL diverse Lebensmittel, eine Tankstelle finden wir gleich nebenan. 1,79 € ist der momentane Dieselpreis.

 


Für das Bahnticket zahlen wir 10,50 € p. P. Und schon bringt uns der grüne Zug bis auf 700 m über NN. den Berg hinauf. Fünfzehn Minuten dauert die Bergfahrt – bietet wunderschöne Ausblicke auf das unter uns liegende Tal.

Oben erwartet uns die Klosteranlage Monserrat, einer der meist besuchten spanischen, katalanischen Wallfahrtsorte. "Unsere liebe Frau " von Monserrat, im Volksmund "La Moreneta", "die Braune" genannt, wird von den Wallfahrern verehrt. Auch wir bestaunen "La Morenata" in der Basilika, und zünden wie stets eine Kerze an. An Kerzen mangelt es nicht – containerweise werden sie in allen erdenklichen Farben angeboten. Am Eingang der Basilika die Statue des "Heiligen Ignatius von Loyola", der im Jahr 1522 hier seinen Offiziersstatus  ablegte und sich zum Glauben bekannte. Später wurde er Begründer des Jesuiten Ordens.

Neben der Basilika finden wir die Klosteranlage, weiterhin einen Hotelkomplex und selbstverständlich ist auch an den Hunger und den Durst der Besucher gedacht.

Allzu lange halten wir uns hier oben nicht mehr auf – die letzte Talfahrt startet um 17.15 h – denn es ist lausig kalt, es weht ein kalter Wind. Dieter ist froh, im Wohnmobil wieder die Heizung einschalten zu können.


Dienstag, 22. März

Kann man es wirklich glauben? Wir sitzen heute am Dienstagnachmittag im Hafen von Palamos an der Costa Brava. Die Außentische sind alle besetzt, Leute sitzen in der Sonne, reden, gestikulieren und erfreuen sich an diesem schönen Wetter. Christina und Dieter erfreuen sich an einem Aperol Spritz bzw. einem frisch gezapften Bier.

 

Losgefahren sind wir morgens bei strömenden Regen, die Scheibenwischer leisten Schwerstarbeit.  Barcelona wird großräumig auf der AP7, die mittlerweile mautfrei ist, umfahren. Wir passieren bekannte Touristenorte wie Calealla, Blanes und Lloret de Mar. In Palamos gibt es seit wenigen Jahren den Stellplatz „Autocaravaning Palamos“, terrassenförmig angelegt.  Bei den obersten Terrassen ist der Meerblick inclusive.

Wo findet unser Carthago Platz? Natürlich auf der oberen Terrassse. Ansonsten gibt es den üblichen Service, Strom, sogar ein Waschhaus mit entsprechenden Duschen.

Mit dem Roller lässt sich der Strand, die Marina und auch der Hafen mit Promenade gut erkunden.

Auch heute am Mittwochmorgen wärmt uns die Sonne, obwohl ein kalter Wind weht. Aber mit einer Decke lässt es sich im Liegestuhl gut aushalten. Einfach faul sein wollen wir natürlich auch nicht, daher wird der Rucksack mit Picknicksachen gepackt, der Roller startklar gemacht und … die neuen Wanderstöcke zusammengebaut. Vorbei am Camping Palamos bringt uns der Roller zum Hauptstrand Platja de la Fosca. Ab hier kommen die Wanderstöcke zum Einsatz. Es gibt einen toll ausgebauten Küstenwanderweg zum Castel de Sant Esteve, weiter durch Pinienwälder bis hin zum Platja de Castell. Wir finden eine Bank über den Klippen, genießen unser Picknick und den Ausblick über die Bucht. Ein richtig schöner Wandertag – mit Wanderstöcken, die ihre Premiere bestens bestanden haben. Drei Stunden sind wir unterwegs.

Die nachfolgenden Fotos geben vielleicht einen kleinen Einblick über unseren wunderbaren Ausblick!


Salvatore Dali

Der Höhepunkt des heutigen Tages: das Dali Museum in Figueres.

Nur sechzig Kilometer von Palamos entfernt, erreichen wir unser Ziel am frühen Nachmittag. Wir finden einen bewachten Parkplatz in Zentrumsnähe und machen uns auf den Weg zum „Teatre-Museu Dali“. Die Rieseneier auf dem Dach zeigen uns die Richtung an.

Knappe zwei Stunden bewegen wir uns in diesem Museum, das allein als Gebäude selber schon ein Kunstwerk ist. Wir bestaunen das „Regentaxi“ und natürlich Dalis „Selbstportrait mit gebratenem Speck“. Und – welcher Künstler hat schon das Privileg, in einem von ihm selbst gestalteten Museum seine letzte Ruhestätte zu finden.

Selbst wenn man mit Surrealismus nicht viel anfangen kann (wie Dieter), so ist der Besuch des Museums schon ein Erlebnis.

Hier einige Eindrücke:

Selbstportrait mit gebratenem Speck!
Selbstportrait mit gebratenem Speck!

Nach zwei Stunden allerdings schmerzen Rücken und Füße – also zurück zum Womo. Wir bestaunen auf dem Rückweg die „Rambla“, das Zentrum der Stadt mit den beeindruckenden Patrizierhäusern. Übernachten wollen wir auf dem stadtnahen Parkplatz nicht, da muss schon ein Campingplatz bzw. ein Stellplatz her. Nur fünfzehn Kilometer entfernt findet sich in Empuriabrava ein offizieller Wohnmobilstellplatz. Hier werden wir die Nacht verbringen und morgen die Ortserkundung starten.

Muss zu Empuriabrava viel erläutert werden? Nein, das Internet klärt auf, z.B.:

 „...Empuriabrava ist ein schickes Urlaubsdomizil an der nördlichen Costa Brava. Es liegt an der Bucht von Roses, einer der schönsten in ganz Europa und gehört zur Gemeinde Castello d'Empúries, einem mittelalterlichen Städtchen in der katalanischen Provinz Girona. Empuriabrava wurde 1968 speziell für den Tourismus gegründet. Seine Architekten schufen ein Netz aus knapp 30 km schiffbaren Kanälen und machten es damit zum größten maritimen Wohngebiet in ganz Europa. Oft wird Empuriabrava auch als das "Venedig von Spanien" bezeichnet!....“

Also steigen wir nach dem Kaffee auf die Räder und bewegen uns zwei Kilometer Richtung Strand. Irgendwie ganz interessant, man muss es nicht mögen – ist halt eine (zu der damaligen Zeit) innovative Idee und Umsetzung.

 

Hier einige Bilder:

 



Eine zweite Nacht wollen wir in Empuriabrava nicht verbringen, das heutige Ziel lautet: Cadaques. Haben wir gestern das Dali Museum besichtigt, so soll es heute der Wohnort dieses Exzentrikers sein – und Dieters lang gehegtes Ziel geht in Erfüllung.

Keine dreißig Kilometer entfernt, windet sich der Carthago durch / über enge Gebirgsstraßen, um dann „... auf einen Traum von Weiß zu stoßen...“ Ein Großparkplatz (mit stolzen Preisen, wie wir am nächsten Morgen feststellen) findet sich am Ortseingang, der Hafen und  das Zentrum sind fußläufig.

Gehört Cadaques zu den schönsten Orten, die wir in diesem Urlaub gesehen haben? Definitiv. Wie aus dem Bilderbuch, Postkartenmotiv, die Vergleiche finden kein Ende. Und das Schöne: Sonnenschein! Sonnenschein, der uns zu einem Aperol bzw. Bier in einer Strandbar zwingt.

Es ist nicht nur der schöne Spazierweg entlang der Bucht, nein - das historische Zentrum mit den engen mittelalterlichen Gassen,  hier finden sich diverse Boutiquen und Galerien,  versetzt den Besucher in eine andere Zeit.


26. März

Ein weiteres Ziel gilt es heute Morgen, am Samstag, abzuhaken: Dalis Wohnhaus! Ca. zwei Kilometer entfernt, in einer kleinen Fischersiedlung, an einer kuscheligen Bucht! Alte Fischerboote liegen am Ufer, Fischernetze sind zum Trocknen ausgelegt.

Woran erkennen wir, dass wir das richtige Haus getroffen haben? Natürlich, riesige Eier auf dem Dach und monumentale Köpfe.

Nun aber – Adios Espana! Entlang der Küstenstraße, sich durchs Gebirge windend, mit immer wieder tollen Ausblicken, - über El Port de Selva (müssen wir beim nächsten Mal unbedingt besuchen) und Port Bou passieren wir die unsichtbare Grenze zu Frankreich. In El Port de Selva erreichen wir übrigens deen nordöstlichsten Ort Spaniens, d.h. hier haben wir die Umrundung der iberischen Halbinsel abgeschlossen. Auf spanischer Seite  wird noch einmal für 1,88 € vollgetankt und dann „klappern“ wir die französischen Postkartenmotive ab. Banyol, Port-Vendre und Collioure. Collioure, der Künstlerort, sollte unser Übernachtungsort werden, allein – man bietet uns keine Möglichkeit an. Also weiter, der Küste entlang, durch noch geschlossene Feriensiedlungen zu einem Stellplatz, den Dieter aus seinen Surfzeiten kennt: Leucate Plage. Ein naturbelassener Stellplatz direkt hinter der Düne! Hier bleiben wir, hier schauen wir Deutschland vs. Israel.

Spaziergang in  Leucate Plage
Spaziergang in Leucate Plage


 

Sonntag, 27. März

Die Uhr wird umgestellt, eine Stunde vor! Kein Wunder, dass wir noch nicht angezogen sind, als der „fahrende Bäcker“ hupend über den Platz fährt. Schnell die Trainingshose an - „une baguette et deux croissants, s´il vous plait!

 

Welches Ziel haben wir uns für heute ausgesucht? Gruissan Plage, südlich von Narbonne, keine fünfzig Kilometer entfernt. Hier soll es einen Wohnmobilstellplatz geben, zwischen Etang de Gruissan und Meer.

Aber vorher müssen ja noch die morgens gekauften Croissants gefrühstückt werden – ein toller Platz findet sich auf halbem Weg in Bages, am gleichnamigen See. Mit uns / neben uns frühstücken viele Flamingos. Ein Spaziergang durch dieses mittelalterliche Dorf gehört natürlich auch dazu. Viele Leute sitzen auf dem kleinen, überschaubaren Dorfplatz in der Frühlingssonne und erfreuen sich an den Delikatessen der gerade geöffneten Bistros.


Gruissan ist schnell erreicht. Der Wohnmobilstellplatz in Gruissan ist riesig, sodass wir ohne Schwierigkeiten unterkommen. Ein schöner Platz mit Blick aus Wasser. Viele Spanienfahrer bzw. Spanienrückkehrer scheinen hier Station zu machen.

Heute Nachmittag kommen erneut die Fahrräder zum Einsatz. Wir wollen sowohl den modernen Yachthafen Gruissan Port, als auch das alte Dorf Gruissan Village erkunden. Während man in Gruissan Port das typische südfranzösische Ferienzentrum findet, hat Gruissan Village schon viel mehr zu bieten. Die Ruine einer mittelalterlichen Festung überragt das Dorf, hat man sie erst einmal erklommen, so bietet sich ein imposanter Ausblick über Binnensee und Mittelmeer.

Jedes Dorf, sei es noch so klein, hat sein Denkmal zur Erinnerung an die Toten des  1. Weltkriegs.

Jedes Dorf, sei es noch so klein, hat seine Boule Plätze, ein Boulodrome.


Ach ja, heute wird im Saarland gewählt – mal schauen, was dabei heraus kommt.

Au revoir, Mediterrane´                         Montag, 28. März

Wir verabschieden uns vom Mittelmeer. Am Samstag, also in sechs Tagen, wollen wir zuhause sein, da muss ja irgendwann das Navi auf „Nord“ programmiert werden. Für die Rückfahrt machen wir es uns einfach – wir fahren in etwa die gleiche Strecke durch Frankreich wie bei der Hinfahrt, mit einer kleinen Ausnahme. Die Ausnahme beginnt gleich heute Mittag, als wir auf der A75, die kurz hinter Beziers erreicht wird, nach Millau kommen. Haben wir auf der Hinfahrt noch diese atemberaubende Brücke befahren, so biegen wir heute kurz vor Millau ab und folgen den Schildern zu „Gorges du Tarn“. Millau bietet einen Stellplatz, der uns jedoch nicht recht zusagt, zu viele Wohnhäuser, zu eng. Knappe acht Kilometer weiter, am Beginn der Tarn Schlucht, fahren wir durch das recht unscheinbare Dorf Aguessac mit dem Hinweisschild „Aire de Camping Car“.

Vorbei am noch geschlossenen Campingplatz, kurz vor dem Sportplatz, installieren wir den Carthago (nach Überwindung der elektronisch geregelten Eingangsschranke) auf dem Stellplatz. Strom ist vorhanden, eine schöne Aussicht ist garantiert und ein Spaziergang durch den Ort eine Pflicht. Als wir vom Spaziergang entlang des Tarn zurück kommen, hat sich die Anzahl der Wohnmobile schon auf acht erhöht.


Dienstag, 29. März

Relativ früh starten wir in das Abenteuer „Gorges du Tarn“, die Tarn Schlucht.

Im Internet finden sich u.a. folgende Erläuterungen:

 „...Im Nordosten der Stadt Millau gelegen, führt die ca. 35 km lange Schlucht von Sainte-Enimie im Osten bis Le Rozier im Westen. Durch sie hindurch verläuft eine Tourismusstraße mit vielen Aussichtspunkten. Die 400 bis 500 m tiefe Schlucht selbst steht teilweise unter Naturschutz.

Die Schlucht wurde vom Tarn gebildet, der das aus Kalkstein und Mergel in mehreren Lagen horizontal geschichtete Gestein der Cevennen ausgewaschen hat. Es gibt sowohl steilwändige Engpässe, z. B. die Felsenge Les Détroits, als auch weite Talkessel wie z. B. den Cirque des Baumes mit seinen polychromen (bunten) Felswänden. Durch unterirdische Auswaschungen sind auch Höhlen und Grotten entstanden. ...“

 

Weitere detaillierte Informationen findet man hier:

https://meinfrankreich.com/gorges-du-tarn/

 

Immer wieder machen wir Halt für Fotostopps in Le Rozier, Les Vignes und St. Enimie.

 

Weitere 250 Kilometer wollen heute Nachmittag noch bewältigt werden, bis wir Molinet erreichen. Genau hier, an einem still gelegten Seitenarm der Loire,  haben wir schon am dritten Tag der Hinfahrt übernachtet.

Auch am heutigen Mittwoch wollen Kilometer bewältigt werden, genau 310 Kilometer, mehr oder weniger auf der Route Nationale, um die hohen Autobahngebühren zu sparen. Wir landen in Bulgneville, ein Dorf zwischen Dijon und Nancy, auf dem wirklich nett angelegten Stellplatz an einem kleinen Weiher.

In Bulgnéville wird morgens noch einmal geduscht (schließlich wollen wir ja adrett aussehen, wenn die Einreise nach Deutschland ansteht), im LECLERC Hypermarché werden einige Spezialitäten für den heimischen Kühlschrank gekauft und der Dieseltank wird mit wenigen Litern (2,049 €) ergänzt. Der Plan ist, in Schengen / Luxemburg mit relativ günstigen Diesel richtig vollzutanken. Genauso wird es gemacht. Von Schengen bis zum Stellplatz in Saarburg ist es nicht weit.

Der Spaziergang entlang der Saar in die Altstadt mit dem Besuch einer Pizzeria rundet den Tag ab. Bei einer leckeren Pizza und einem nicht minder leckeren Glas Rotwein lässt es sich vortrefflich über die vergangenen acht Wochen nachzudenken und in Erinnerungen zu schwelgen.

 


Willkommen in Deutschland

"Ehrlich gesagt - im ganzen Urlaub war mir noch nie so kalt wie heute. Und wir sind ja seit Anfang Februar unterwegs." Christinas Worten ist wirklich nichts hinzuzufügen.

 

 Freitag, 1. April

Kein Aprilscherz – heute ist der letzte Tag unserer achtwöchigen Rundreise.

Wir verbringen den letzten Tag an der Mosel, in Zell. Nur neunzig Kilometer von unserem gestrigen Übernachtungsort entfernt, sind wir schon mittags vor Ort, ordern bei einem Weinhändler einige Kisten Riesling Hochgewächs bzw. Dornfelder, und ruhen uns im warmen Womo aus. Die Heizung läuft auf Hochtouren, es ist draußen lausig kalt, für den Abend sind sogar Schneefall und Minustemperaturen prognostiziert. Das Wetter hindert uns allerdings nicht daran, abends noch einmal essen zu gehen: Wiener Schnitzel und knackige Pommes sind nach acht Wochen ein Muss.


Umrundung der iberischen Halbinsel

Seit gestern läuft die Waschmaschine ununterbrochen - seit gestern schwelgen wir in Erinnerung an die vergangenen acht Wochen.

Das Münsterland empfängt uns genauso wie schon gestern die Mosel:      Schnee!     Schneeschauer!     Schneesturm!

Zum Gesamtkilometerstand sind noch einmal 300 Km hinzu gekommen.

 

Nachfolgend ist der Routenverlauf dokumentiert - durch Anklicken lässt sich die Karte vergrößern und Details erkennen.

 

Hier einige Zahlen zu dieser Fahrt:

 

gef. Kilometer:        8020 Km

Gesamtausgaben:  4340 €

                    davon:

Stellplatz / CP:          570 €

Einkäufe:                  1348 €

Diesel:                       1740 €

 

Hinzu kommen:

Restaurants,

Eintritt Museum,

Cafe´s, Bistros,

Souvenirs,

Mautgebühren

 

Es ist soweit:  zum ersten Mals seit ... wann auch immer ... stellen die Dieselkosten den größten Posten des Reisebudgets.

 


Was gibt es sonst noch Erfreuliches festzustellen?

Nur zweimal werden wir in Frankreich "geblitzt"!  Das erste Knöllchen ist bereits bezahlt, auf Nr. 2 warten wir noch.

Nur einmal verfehlen wir ein Hinweisschild und landen auf der falschen, der "elektronischen" Autobahn in Portugal. Mal schauen, was kommt.

Der Kauf bzw. der Einsatz der spanischen Gasflasche (Repsol) bereitet keine Probleme.  An fast jeder Tankstelle / jedem Campingplatz ist der Tausch möglich.